
Feuerwerkzeuge
In Häusern aus Holz und Papier war Feuer die größte Gefahr. Die Ninja nutzten es, um Panik zu stiften – und um nachts sehen zu können.
- Kapitel
- 4, Waffen & Werkzeuge
- Abschnitte
- 7
- Lesezeit
- 1 Min.
Japanische Häuser bestanden aus Holz und Papier, Feuer fürchtete man deshalb überall. Die Ninja setzten es gezielt ein: um Panik zu verbreiten und um nachts sehen zu können.
Dōka
Im Taschenofen dōka 胴火 glühte stets ein Stück Holzkohle. Im Winter hielt der Ninja damit seine Finger warm. An derselben Glut konnte er auch Zündschnüre entzünden.
Gandō
Die Laterne gandō 龕灯 hatte eine Besonderheit: Die Kerze in ihrem Inneren wurde stets senkrecht zum Boden gehalten.
Kayaku zutsu
In versiegelten Bambusröhren ließ sich Schießpulver trocken mitführen; der Name kayaku zutsu („Pulverrohr“
) ist eine moderne Beschreibung, kein überlieferter Begriff. Das Bansenshūkai (萬川集海) von 1676 verzeichnet über 200 Feuerwerkzeuge, und Pulver steckte in vielen davon. Die Ninja sprengten damit, legten Brände und gaben Rauch- und Lichtsignale. Oft genügten schon Knall und Rauch: Sie schreckten den Gegner und lenkten seine Aufmerksamkeit ab.
Mizu taimatsu
Die mizu taimatsu war eine Fackel, die auch im Regen weiterbrannte.
Nin shokudai
Die nin shokudai war eine L-förmige Fackel, die sich aufhängen ließ.
Tanagokoro
Die Handflächenfackel tanagokoro 掌 leistete besonders beim Aufbrechen von Türschlössern gute Dienste.
Uchi dake
In manchen Bambusbehältern, den uchi dake, trugen die Ninja Glut bei sich. Damit entfachten sie in kürzester Zeit ein Feuer oder zündeten ein Licht an.