„Der Weg der Harmonie“

Glossar
- Buch
- Anhänge
- Begriffe
- 760
Das Glossar erklärt 760 Begriffe aus dem Ninjutsu, den Kriegskünsten und der japanischen Geschichte. Alle Wörter sind japanisch, sofern nicht anders angegeben.
A
- aikidō合気道
- Defensive Kampfkunst, die Ueshiba Morihei zwischen 1925 und 1969 entwickelte.
- aikuchi匕首
- Kleiner japanischer Dolch.
- Ainuアイヌ
- Indigenes Volk im Norden Japans, das sich in Sprache und Abstammung von den Japanern unterscheidet; ihre Vorfahren gehen auf die Jōmon-Kultur zurück. In der Umfrage der Präfektur Hokkaidō von 2023 bezeichneten sich rund 11.450 Menschen als Ainu, die Zahl ihrer Nachkommen liegt deutlich höher. Die Japaner sahen in ihnen lange Barbaren und führten über Jahrhunderte Krieg gegen sie, etwa im Aufstand des Koshamain 1457 und im Krieg des Shakushain 1669–1672.
- aisha愛者
„Liebende Person“
- Prinzip des gojō goyoku, das das Mitleid eines Menschen ausnutzt.
- Akechi Mitsuhide明智光秀
- General Oda Nobunagas, der seinen Herrn verriet. Als Nobunaga ohne seine Leibwächter war, griff Akechi ihn an und tötete ihn. Seine Truppen brannten Nobunagas Burg nieder.
- akindo商人
„Kaufmann“
- Beliebte Verkleidung der Ninja aus dem shichi hō de.
- ametori no jutsu雨鳥の術
„Die Kunst der Vögel im Regen“
- Taktik, die ausnutzt, dass Wachen bei Regen oder Kälte ihren Posten meiden oder nur halbherzig Dienst tun.
- amigasa編笠
- Geflochtener Strohhut, dessen breite Krempe das Gesicht verbirgt.
- ashi足
„Bein, Fuß“
- ashi fumikae足踏み替え
„Beinwechsel“
- ashi kō足甲
„Gepanzerte Füße“
- Fußkrallen, mit denen Ninja an Mauern und Wänden hinaufstiegen. Das Gegenstück für die Hände heißt shukō oder tekagi.
- ashigaru足軽
„Leichtfüßiger Soldat“
- Untere Schicht der Samurai. In Friedenszeiten arbeiteten die meisten als Bauern auf den Feldern. Ihre Waffen und Rüstungen waren leichter und billiger.
- Ashikaga足利
- Clan, der von den Minamoto abstammte und in der Ashikaga-Zeit (1338–1573) die Shōgune Japans stellte.
- ashinaka足半
- Strohsandalen ohne Fersenteil, die nur den vorderen Fuß bedecken. Die Zehen greifen direkt in den Boden und finden auch auf rutschigem Grund sicheren Halt.
- atemi当身
„Schlag auf den Körper“
- Schläge und Tritte gegen die Vitalpunkte und Nervenzentren eines Menschen, um ihn zu betäuben, zu lähmen oder zu töten.
- atemi waza当身技
„Schlagtechniken gegen den Körper“
- Andere Bezeichnung für den Schlag gegen die Vitalpunkte und Nervenzentren.
- atemite当身手
„Den Körper mit der Hand treffen“
- Andere Bezeichnung für den Schlag gegen die Vitalpunkte und Nervenzentren.
- ayumi ashi歩み足
„Normales Gehen“
B
- bajutsu馬術
„Reitkunst“
- bakemono jutsu化物術
„Geisterkünste“
- Die Kunst, sich in einen Geist zu verwandeln. Igasaki Dōjun soll sie eingesetzt haben, um in eine Festung zu gelangen.
- bakufu幕府
„Zeltregierung“
- Ursprünglich das Feldlager des Shōgun, später der Sitz seiner Militärdiktatur. Eingedeutscht
„Shōgunat“
. - bakuhatsu gama爆発鎌
„Bombenwurf-Sichel“
- Waffe der Ninja aus einer großen Sichel (kama) und einer zwei Meter langen Kette, an deren Ende Sprengstoff, Gift oder Blendpulver saß.
- Bansenshūkai萬川集海
„Zehntausend Flüsse münden ins Meer“
- Zehnteiliges Kompendium des Ninjutsu, 1676 von Fujibayashi Yasutake verfasst.
- banzai万歳
„Zehntausend Jahre“
- Japanischer Ausruf der Freude und Kampfruf.
- bikenjutsu秘剣術
- Schwertkampf. Mit taijutsu und bōjutsu einer der drei Stützpfeiler des ninpō.
- bisentō眉尖刀
„Hellebarde“
- Japanische Hellebarde mit breiter Klinge.
- bisentōjutsu
- Kampf mit der Hellebarde (bisentō). Eines der 18 Gebiete des ninja jūhakkei.
- Biwako琵琶湖
„Biwa-See“
- Der größte See Japans (rund 670 km²), nahe Kyōto. Seinen Namen hat er von seiner Form, die einer Laute (biwa) ähnelt.
- bō棒
„Stock, Stab“
- Bezeichnung für alle japanischen Stabwaffen, im engeren Sinn für den roku shaku bō.
- bō ken棒剣
„Stockschwert“
- Übungsschwert aus schwerem Holz, auch bokken oder bokutō. Eine durchaus gefährliche Waffe.
- bō shuriken棒手裏剣
- Längliche, dolchartige Wurfgeschosse (shuriken), darunter Haarnadeln, Nägel und Essstäbchen.
- bōbi no kamae防備の構え
- Abwehrende Stellung (kamae).
- bōenkyō望遠鏡
„Fernrohr“
- bōjutsu棒術
- Stockkampf. Mit taijutsu und bikenjutsu einer der drei Stützpfeiler des ninpō.
- bokken木剣
„Holzschwert“
- Auch bō ken oder bokutō.
- boku木
„Baum, Holz“
- Auch moku.
- bokutō木刀
„Holzschwert“
- Auch bō ken oder bokken.
- bōryaku謀略
„Strategie“
- Teil der japanischen Kriegführung (heihō), zu dem unter anderem die Schlachtformationen gehören.
- boshi ken母指拳
„Daumenfaust“
- Schlag, der das Ziel mit der Daumenspitze trifft.
- bu武
„Kriegskunst, Kriegertum, Militär“
- Auch mu.
- Buddhaबुद्ध
„Der Erwachte“
- Sanskrit. Bezeichnung für einen Menschen, der den Kreislauf der Wiedergeburten durchbrochen hat. Meist ist Siddhārtha Gautama gemeint, ein Prinz aus Kapilavastu und Begründer des Buddhismus. Japanisch butsu.
- budō武道
„Kriegskünste“
- Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste.
- budōka武道家
„Kriegskünstler“
- Jemand, der budō ausübt.
- bugei jūhappan武芸十八般
- Die 18 Kategorien der Kriegskünste. Ein Ninja brauchte darin eine gute Grundlage; dazu kamen die 18 Kategorien von Geheimtechniken des ninja jūhakkei.
- bugeisha武芸者
„Meister der Kriegskünste“
- Bezeichnung für die Krieger (Samurai), die die Kriegskünste ausübten. Auch bujin.
- bujin武人
„Militärische Person“
- Auch bugeisha.
- Bujinkan武神館
„Die Halle des göttlichen Kriegers“
- Von Hatsumi Masaaki gegründete Organisation, die neun alte Krieger- und Ninjutsu-Ryū vereint.
- bujutsu武術
„Die Kriegskünste, Wushu“
- Bezeichnung für alle Kampfkünste der Samurai.
- buke武家
„Samurai, Krieger, Kriegerfamilie“
- Bezeichnung für die adligen Kriegerfamilien.
- bukkyō仏教
„Buddhismus“
- bushi武士
„Krieger, Samurai“
- Bezeichnung für die adligen Krieger des feudalen Japan.
- bushidō武士道
„Der Weg des Kriegers“
- Ehrenkodex der Samurai, der Selbstdisziplin, Selbstaufgabe und Selbstbeherrschung verlangte.
- butsu仏
„Buddha“
C
- chakuchi着地
„Ausfallschritt“
- chi地
„Erde, Erdboden“
- chi no kata地の型
„Form der Erde“
- Chi ryaku no maki地略の巻
„Schriftrolle der Strategien der Erde“
- Buch über die Strategien der Erde, Teil einer Reihe mit Ten ryaku no maki und Jin ryaku no maki.
- chigiriki乳切木
- Langer Stab mit Kette und Eisengewicht am Ende, eine aus dem Dreschflegel entwickelte Waffe.
- chikairi近入
„Nahes Eindringen“
- Strategien, mit denen Ninja im Krieg die feindlichen Linien durchdrangen.
- chiken-in智拳印
„Zeichen der Faust der Weisheit“
- Handzeichen zu retsu im kuji-in.
- chikujō jutsu築城術
„Die Kunst, eine Burg zu bauen“
- Methoden der Feldbefestigung.
- chikyū jutsu弛弓術
„Entspannter Bogen“
- Taktik des tōiri. Ein gefangener Ninja nimmt das Angebot des feindlichen Herrn an, für ihn zu arbeiten, und flieht bei der ersten Gelegenheit.
- chimon地文
„Geographie“
- chitsu mishi
„Bezahlte Augen“
- Bewohner eines feindlichen Gebiets, die für einen Ninja arbeiten.
- chōda長蛇
„Lange Schlange“
- Schlachtformation aus dem bōryaku.
- chōhō諜報
„Spionage“
- chōkyori kyōsō長距離競走
„Langstreckenlauf“
- Lauftechnik der Ninja, mit der sie Botschaften über große Entfernungen überbrachten.
- chūnin中忍
„Mittlerer Ninja“
- Mittlerer Rang der Ninja, das Bindeglied zwischen dem Anführer eines Clans (jōnin) und den ausführenden Agenten (genin). Weil er meist den Kontakt zum Auftraggeber herstellte, lagen seine Stärken in Menschenkenntnis und Verkleidung.
D
- dai大
„Groß“
- daikongō-in大金剛輪印
„Zeichen des großen Diamanten“
- Handzeichen zu pyō im kuji-in.
- daimyō大名
„Großer Name“
- Die aufstrebenden Großgrundbesitzer, die im Sengoku jidai um die Macht in Japan kämpften.
- daisharin大車輪
„Großes Wagenrad“
- Waffe der Ninja aus einer Achse und zwei großen Rädern, die man dem Gegner in die Beine rollte.
- daishō大小
„Groß und klein“
- Das Schwertpaar der Samurai, katana und wakizashi.
- daitō大刀
„Großes Schwert“
- Bezeichnung für das Langschwert der Samurai, im Gegensatz zum Kurzschwert.
- daken taijutsu打拳体術
„Die Kunst, mit der Faust gegen den Körper zu schlagen“
- Kampftechniken aus dem taijutsu: Tritte, Schläge und Blocktechniken. Man unterscheidet koppō jutsu und koshi jutsu.
- dan段
„Rang, Stufe“
- Bezeichnung für die Meistergrade.
- Dao道
„Der Weg“
- Chinesisch. Im Daoismus die höchste Wirklichkeit und Kraft des Universums, der Grund für Sein und Nichtsein. Mit Worten lässt es sich nicht bestimmen.
- Daodejing道徳経
- Chinesisch. Grundtext des Daoismus, der Überlieferung nach von Laozi verfasst.
- Dengyō Daishi伝教大師
- Begründer der japanischen Tendai-Sekte und des Klosters Enryakuji, auch Saichō genannt.
- densho伝書
„Überlieferte Schriften“
- Geheime Dokumente eines Ryū, in denen seine Techniken und Regeln aufgezeichnet sind.
- do土
„Erde, Erdboden“
- dō道
„Weg, Pfad, Grundsatz“
- Bezeichnung für die asiatische Weltanschauung.
- dō no hi銅の火
„Kupferfeuer“
- Anderer Name für den Taschenwärmer dōka.
- dōjō道場
„Trainingshalle“
- dōka胴火
„Körperfeuer“
- Taschenwärmer, ein kleiner Ofen, in den der Ninja ein Stück glimmende Kohle legte. Auch dō no hi.
- dokko-in独鈷印
„Zeichen des tibetischen Vajra-Blitzstrahls“
- Handzeichen zu rin im kuji-in.
- doko no kamae怒虎の構え
„Wütender Tiger“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- dōkyō道教
„Daoismus“
- Lehre und Religion aus China; die philosophische Strömung heißt im Japanischen genauer dōka (道家). Sie lehrt die Hinwendung zur Natur und das Verständnis des Universums.
- dosha怒者
„Wütende Person“
- Prinzip des gojō goyoku, das die Reizbarkeit eines Menschen ausnutzt.
- doteki動的
„Dynamisch“
- Die Dynamik, die wirksamste Anwendung der Mechanik (kikaigaku). Zu ihr gehören der richtige Einsatz von Energie, Rhythmus und Fluss, Stärke und Beweglichkeit sowie die Fähigkeit, eine Handlung zu fühlen und sich ihr anzupassen.
- doton土遁
- Flucht mit Hilfe der Erde, eine der fünf Methoden des gotonpō.
- doton jutsu土遁術
„Die Kunst, mit Erde zu fliehen“
- Fluchttechnik aus dem gotonpō, die die Erde als Fluchtmittel nutzt.
E
- ebira箙
„Pfeilköcher“
- Edo江戸
- Früherer Name der japanischen Hauptstadt, heute Tōkyō.
- eiku櫂
- Bootsruder, das im kobudō Okinawas als Waffe dient. Ein als Fischer getarnter Ninja konnte sich damit gut verteidigen.
- eki易
„Orakel“
- Wird mit Münzen oder Schafgarbenstängeln befragt, wie im chinesischen I Ging.
- endoku ken煙毒剣
„Rauch-Gift-Klinge“
- Wurfstern (shuriken), den man anzünden konnte und der dann giftige Gase verbreitete.
- engetsu偃月
„Halbmond“
- Schlachtformation aus dem bōryaku.
- ennyū no jutsu
„Scheinangriff“
- Ein Trupp greift zum Schein an. Während die Verteidiger zur Abwehr eilen, gelangt der Ninja ungehindert in die Festung.
- Enryakuji延暦寺
- Hauptkloster der Tendai-Sekte auf dem Berg Hiei bei Kyōto, auf Veranlassung des Tennō Kammu als Zentrum des Tendai-Buddhismus gegründet. In seiner Blütezeit sollen bis zu 40.000 Mönche und sōhei in 3.000 Tempeln auf dem Berg gelebt haben. Im September 1571 zerstörte Oda Nobunaga das Kloster auf seinem Feldzug gegen die Ikkō ikki, die Ninja und die sōhei und tötete die meisten Bewohner.
F
- fū風
„Wind“
- fū no kata風の型
„Form des Windes“
- fudō ken不動拳
„Unbewegte Faust“
- Fausthaltung, die es in vielen Kampfkünsten gibt: die
„normale“
Faust. - fudōmyō不動明王
- Fudō Myōō, der furchterregende mythische Beschützer des Willens, der Gesetze und der Unversehrtheit des Universums. Beim kuji-kiri ahmt der Ninja sein flammendes Schwert nach.
- fudōshin不動心
„Unbewegtes Herz“
- Ein ruhiger, unerschütterlicher Geist.
- fudōza no kamae不動座の構え
„Unbewegter Sitz“
- Sitzhaltung in Japan und zugleich Stellung (kamae) im Ninjutsu.
- Fujibayashi Nagato藤林長門
- Berühmter jōnin aus der Region Iga. Nach einer verbreiteten Theorie nur eine Scheinidentität von Momochi Sandayū.
- Fujita Seiko藤田西湖
- Großmeister des Ninjutsu, der sich als 14. und letztes Oberhaupt des Kōga-Ryū bezeichnete; einen Nachfolger ernannte er nicht. Er starb am 4. Januar 1966 in Tōkyō.
- fukibari吹き針
„Nadeln blasen“
- Kampftechnik der Ninja, bei der sie dem Angreifer kleine Metallnadeln (fukumi bari) ins Gesicht bliesen.
- fukiya吹き矢
„Blasrohr und Pfeil“
- Die Geschosse waren meist vergiftet.
- fukumi bari含み針
„Kleine Pfeile“
- Kleine Metallnadeln, die beim fukibari geblasen wurden.
- fukuro gaeshi jutsu袋返術
„Der umgedrehte Beutel“
- Taktik des tōiri. Nach einem scheinbaren Streit wechselt der Ninja zu einem neuen Herrn und dient ihm eine Zeit lang. In der entscheidenden Phase des Krieges führt er seinen Auftrag aus und kehrt zu seinem alten Herrn zurück.
- fukuro gaeshi zen jutsu袋翻全術
- Taktik des chikairi. Der Ninja fängt Nachrichten zwischen dem feindlichen Fürsten und seinen Verbündeten ab, fälscht sie und schickt sie weiter, um Misstrauen zwischen ihnen zu säen.
- Fūma Kotarō風魔小太郎
- Berühmter Ninja im Rang eines jōnin mit der Überlieferung nach 200 Gefolgsleuten, ein Spezialist für den Guerillakampf.
- furyō不良
„Straffällige junge Leute“
- Taugenichtse, junge Schläger.
- futokoro teppō懐鉄砲
„Taschenpistole“
- Pistole aus Bronze, die sich leicht verbergen ließ und bei den Ninja beliebt war.
G
- gandō龕灯
„Buddhistisches Altarlicht“
- Lampe, deren Lichtquelle immer senkrecht zum Boden steht.
- gankō雁行
„Flug der Wildgänse“
- Schlachtformation aus dem bōryaku.
- gasshō no kamae合掌の構え
„Gebetsstellung“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu, ein Gruß mit aneinandergelegten Handflächen.
- gebaku ken-in外縛拳印
„Zeichen der außen verbundenen Faust“
- Handzeichen zu kai im kuji-in, dasselbe Zeichen wie beim Beten.
- gedan no kamae下段の構え
- Tiefe Stellung (kamae).
- geinyū jutsu迎入術
- Taktik des chikairi. Der Ninja dringt ins feindliche Gebiet ein und verbreitet Verwirrung, Angst und Schrecken, etwa mit falschen Gerüchten, Brandstiftung und Sabotage.
- gekkenjutsu撃剣術
- Schwertkampf. Im bugei jūhappan zusammen mit kenjutsu genannt.
- genin下忍
„Unterer Ninja“
- Unterster Rang der Ninja. Der ausführende Agent erhielt seine Befehle vom chūnin und kannte den jōnin meist nicht. Seine Stärken lagen im Nahkampf, im Verbergen, in der Infiltration und in der Sabotage.
- Genji源氏
- Anderer Name für die Minamoto.
- genjutsu幻術
„Kunst der Illusion“
- genmai玄米
- Unpolierter Reis.
- Genpei kassen源平合戦
- Der Genpei-Krieg (1180–1185) zwischen den Taira und den Minamoto.
- geri蹴り
„Fußtritt“
- Auch keri.
- geta下駄
- Holzsandalen mit hohen Stegen und einem Kreuz- oder Zehenriemen.
- gi着
„Kleidung, Outfit, Uniform“
- Trainingskleidung.
- Gikan-Ryū義鑑流
„Schule des Lernens von Gerechtigkeit“
- Einer der neun Ryū des Bujinkan.
- gisō jutsu擬装術
„Die Kunst des Imitierens und Verkleidens“
- Die Kunst, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und eine neue Identität anzunehmen. Teil des onshin jutsu.
- godai五大
„Die großen Fünf“
- Die fünf Elemente des Universums im mikkyō: Erde (chi), Wasser (sui), Feuer (ka), Wind (fū) und Leere (kū).
- godan五段
„Fünfter Dan“
- Im Bujinkan nähert sich der Lehrer beim Test zum godan dem Schüler lautlos mit einem Schwert. Der Schüler muss die Gefahr spüren und dem Streich ausweichen.
- gogyō五行
„Theorie der fünf Elemente“
- Aus dem chinesischen Daoismus übernommene Lehre von der Natur: Wasser (sui), Holz (moku), Feuer (ka), Erde (do) und Metall (kin).
- gogyō no kata五行の型
„Form der fünf Bewegungen“
- gogyō setsu五行説
„Theorie der fünf Elemente“
- Kurz gogyō.
- gojō goyoku五情五欲
- Strategie der Ninja, Menschen über ihre Charakterzüge zu lenken. Ihre fünf Prinzipien sind aisha, dosha, kisha, kyōsha und rakusha.
- goku no kamae
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- Gorin no sho五輪の書
„Das Buch der fünf Ringe“
- Werk von Miyamoto Musashi über Schwertkampf und Strategie.
- gorintō五輪塔
- Steinmonument aus fünf übereinandergesetzten Teilen – Würfel, Kugel, Pyramide, Halbmond und Juwel.
- goshin no kata梧心の型
„Form des Phönixbaum-Herzens“
- goton jutsu五遁術
„Kunst der fünf Fluchtwege“
- Anderer Name für gotonpō.
- gotonpō五遁法
„Die fünf Methoden der Flucht“
- Prinzip der Ninja, mit Hilfe der fünf Elemente des gogyō zu entkommen.
- gu具
„Werkzeug“
- gunryaku heihō
- Militärische Strategie. Eines der 18 Gebiete des ninja jūhakkei.
- gyaku nagare逆流れ
„Umgekehrtes Fließen“
- Fallübung (ukemi) aus ichimonji no kamae.
- gyaku nage逆投げ
„Umgekehrter Wurf“
- Hebelwurf.
- gyōja no kamae行者の構え
„Stellung des Asketen“
- Stellung (kamae), in der ein langer Stab aufrecht neben dem Körper gehalten wird wie ein Wanderstock.
- gyōkaku ken
„Vereinte Hörner“
- Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger bilden einen Dreizack, dessen Spitzen in weiche Körperstellen wie den Hals stechen.
- Gyokko-Ryū玉虎流
„Schule des juwelenbesetzten Tigers“
- Einer der neun Ryū des Bujinkan.
- gyokuro玉露
- Grüntee hoher Qualität. Ninja sollen daraus ein Gift gemacht haben, indem sie den Tee 30 bis 40 Tage in der Erde vergruben und dann mit Sojabohnenpaste vermischten. Ein Kranker starb binnen weniger Tage daran, ein Gesunder spätestens nach 70 Tagen.
- Gyokushin-Ryū玉心流
„Die Schule des juwelenbesetzten Herzens“
- Einer der neun Ryū des Bujinkan.
- gyorin魚鱗
„Fischschuppe“
- Schlachtformation aus dem bōryaku.
H
- ha jutsu破術
„Die Kunst des Zerbrechens“
- Befreiung aus Haltegriffen.
- Hagakure葉隠
„Verborgene Blätter“
- Buch des Samurai Yamamoto Tsunetomo über die philosophischen Seiten des bushidō.
- hakama袴
- Traditioneller Hosenrock.
- han藩
„Feudales Gebiet, Lehen, Provinz“
- Das Lehen eines Daimyō, eingedeutscht
„Daimyat“
. - hanbō半棒
„Halber Stock“
- Der eigentliche Name ist san shaku bō.
- hanbōjutsu半棒術
- Kampf mit dem kurzen Stock (hanbō).
- hankyū半弓
„Halber Bogen“
- Kurzbogen der Ninja, manchmal zusammenklappbar und leicht mitzuführen.
- hanmi no kamae半身の構え
„Halber Körper“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- happa ken八葉拳
„Achtblättrige Faust“
- happō hiken八法秘剣
„Acht Methoden und geheime Schwerter“
- Die acht Methoden (happō) und die geheimen Schwerttechniken (hiken) des Kukishinden-Ryū.
- happō hikenjutsu八法秘剣術
- Siehe happō hiken.
- hara腹
„Bauch“
- Der gesamte Bereich zwischen Magen und Unterleib. Er gilt als Zentrum der geistigen und körperlichen Kraft.
- hasami bune
- Zusammenklappbares Boot der Ninja, mit dem sie ihre Ausrüstung über das Wasser brachten. Das Bansenshūkai beschreibt ein solches Faltboot als hasamibako bune (挟箱船): Seine Bretter waren mit Scharnieren verbunden, zusammengelegt passte es in eine Tragekiste. Auch tatami bune.
- hashigo梯子
„Leiter“
- Meist aus Schilf oder Bambus. In Zusammensetzungen bashigo, etwa in kumo bashigo.
- hashigo yari梯子槍
„Leiterspeer“
- Lange Stange mit paarweise abstehenden Sprossen und einem Eisenhaken an der Spitze, die als Leiter diente.
- Hatsumi Masaaki初見良昭
- Geboren als Hatsumi Yoshiaki. Gründer des Bujinkan Budō Dōjō, sōke der neun Ryū des Bujinkan und Schüler von Takamatsu Toshitsugu.
- Hattori Hanzō服部半蔵
- Berühmter jōnin aus der Region Iga und zugleich Samurai im Dienst von Tokugawa Ieyasu.
- Hayes, Stephen K.
- Lehrer des Ninjutsu und Schüler von Hatsumi Masaaki. Als erster Nicht-Japaner wurde er shidōshi. In den USA gründete er die Schule Tōshindō.
- heihō兵法
„Methode des Kriegers“
- Umfasst Kampfmethoden ebenso wie Kampfstrategien (bōryaku).
- Heike平家
- Anderer Name für die Taira.
- heipo平歩
„Weg des Salamanders“
- Kriechmethode der Ninja.
- hensō jutsu変装術
„Die Kunst des Verkleidens“
- Die Kunst der Ninja, sich zu verkleiden. Teil des onshin jutsu.
- hichō no kamae飛鳥の構え
„Stellung des fliegenden Vogels“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- hidari左
„Links“
- hiken秘剣
„Geheime Schwerttechniken“
- hira ichimonji no kamae平一文字の構え
- Ausbalancierte Stellung (kamae), aus der der Körper ausweichen kann. Das Gewicht liegt gleichmäßig auf beiden Füßen, beide Arme sind zur Seite ausgestreckt, um zu fegen, zu greifen oder Schläge abzufangen.
- hira no kamae平の構え
„Flache Stellung“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- hira shuriken平手裏剣
- Flache Wurfsterne (shuriken) in verschiedenen Größen und Formen, mit unterschiedlich vielen Zacken.
- hiragana平仮名
- Japanische Silbenschrift für rein japanische Wörter. Der Überlieferung nach erfand sie Kōbō Daishi.
- hiraki ashi開き足
- Seitliches Gleiten mit beiden Füßen.
- hishi菱
„Trapa japonica, Wasserkastanie, Krähenfuß“
- Getrocknete Wasserkastanien, die denselben Zweck erfüllten wie ein tetsubishi.
- hisoken
„Verborgener Speer“
- Anderer Name für shitō ken, bei dem die Daumenspitze in halbweiche Ziele sticht.
- hito washi人鷲
„Menschenadler“
- Fluggerät der Ninja. Auch yamidoko.
- hobakujutsu捕縛術
- Die Kunst des Fesselns. Im bugei jūhappan zusammen mit hōjō jutsu genannt.
- hōen方円
„Quadrat und Kreis“
- Schlachtformation aus dem bōryaku.
- Hōjō北条
- Clan aufgestiegener Samurai, im Sengoku jidai eine der Familien, die um die Macht kämpften.
- hōjō jutsu捕縄術
„Die Kunst des Fesselns“
- hojutsu
- Die Methode, zwischen Wahrheit und Täuschung zu wechseln, die Hatsumi Masaaki mit dem kyojitsu tenkan hō gleichsetzt. Im bugei jūhappan steht sie für Illusionen.
- hokamuri頬被り
- Um Kopf und Wangen gebundenes Tuch. Anderer Name für das tenugui.
- hōkashi
- Musiker. Eine der Verkleidungen der Ninja im shichi hō de.
- hōken jūroppō宝拳十六法
„Sechzehn Methoden der kostbaren Faust“
- Hokkaidō北海道
- Nördlichste Insel Japans, Hauptstadt Sapporo.
- hokō jutsu歩行術
„Die Kunst des richtigen Gehens“
- hōko no kamae抱圍の構え
„Umarmende Stellung“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- honbu本部
„Hauptquartier“
- hōshi鋒矢
„Pfeilspitze“
- Schlachtformation aus dem bōryaku.
- hotarubi jutsu蛍火術
„Das Leuchten eines Glühwürmchens“
- Taktik des tōiri. Man schickt einen Boten mit einer gefälschten Nachricht durch feindliches Gebiet und lässt ihn vom Feind abfangen.
- hyōjō hokō氷上歩行
„Gehen auf dem Eis“
I
- iai jutsu居合術
„Schnelles Schwertziehen“
- Kunst der Samurai, einen Gegner möglichst schon mit dem ersten Streich zu töten.
- iaidō居合道
- Aus dem iai jutsu entwickelte Sportart.
- iainuki居合抜き
„Schnelles Schwertziehen“
- Das schnelle Ziehen des Schwertes, auf das der Shinden-Fudō-Ryū spezialisiert ist.
- ichi no kamae一の構え
„Stellung der Eins“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- ichimonji no kamae一文字の構え
„Stellung des geraden Strichs“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- Iga伊賀
- Japanische Provinz nahe Kyōto, in der die Ninja besonders aktiv waren.
- Iga Ueno伊賀上野
- Stadt in der Region Iga, einst das Zentrum der Ninja. Museen und Feste erinnern heute an sie.
- Iga Ueno-jō伊賀上野城
- Burg Iga Ueno.
- iga dama伊賀玉
- Wegdistel, siehe tetsubishi.
- Iga-Ryū伊賀流
- Ninjutsu-Stil, der heutige Kumogakure-Ryū.
- Igasaki Dōjun伊賀崎道順
- Berühmter Ninja aus der Provinz Iga, der mit einer verblüffenden List in eine feindliche Burg gelangte.
- ikki一揆
„Aufstand“
- ikkō ikki一向一揆
„Aufstand der Jōdo-Shinshū-Buddhisten“
- Aufstände und Bünde von Anhängern der buddhistischen Jōdo-Shinshū-Schule im 15. und 16. Jahrhundert.
- in陰
„Schatten, negativ, verborgen“
- in shin ton kei
- Grundsatz des Ninjutsu, mit geringstem Aufwand die größte Wirkung zu erzielen und den natürlichen Lauf der Dinge so wenig wie möglich zu verändern.
- innin陰忍
„Verborgenes Eindringen“
- Titel des fünften, sechsten und siebten Bandes des Bansenshūkai. Sie behandeln das in, die dunkle Seite des Ninja-Wissens, mit List, Täuschung und Überraschungsangriffen.
- inpō隠法
- Die Kunst, sich zu verbergen und zu tarnen.
- inrō印籠
„Reiseapotheke“
- inton隠遁
- Anderer Name für onshin jutsu, die Kunst, sich zu verstecken und zu tarnen.
- inton jutsu隠遁術
„Die Kunst der Ninja, zu entkommen und sich zu verstecken“
- in’yō陰陽
„Kosmische duale Kräfte, Yin und Yang, Sonne und Mond“
- Die japanische Entsprechung zu Yin und Yang, dem daoistischen Symbol der Dualität.
- ippon sugi nobori一本杉登り
„Eine Art, eine Zeder hinaufzuklettern“
- Gerät, um an einem Baum hinaufzuklettern: ein Eisenstück mit Haken, an dem zwei Seile mit Griffen befestigt sind.
- Ishikawa Goemon石川五右衛門
- Berühmter Dieb, der der Legende nach Ninja war und seine Kunst zum Stehlen benutzte, eine Art japanischer
„Robin Hood“
. - ito意図
„Absicht“
J
- ja者
„Person“
- jari bako砂利箱
„Kieskasten“
- Mit Reis, Sand oder Kies gefüllte Gefäße, mit denen man die Hände abhärtet. Auch kanshu.
- ji侍
- Andere Bezeichnung für Samurai.
- jihi no kokoro慈悲の心
„Gütiges Herz“
- Zeichen der Erleuchtung im ninpō, stärker als die Liebe selbst. Es entsteht, indem man immer wieder die Grenze zwischen Leben und Tod beschreitet.
- jikatabi地下足袋
- Schuhe der Ninja mit abgetrennter großer Zehe. Sie eigneten sich besonders zum lautlosen Laufen und Klettern.
- jin人
„Person“
- Jin ryaku no maki人略の巻
„Schriftrolle der Strategien des Menschen“
- Buch über die Strategien des Menschen, Teil einer Reihe mit Ten ryaku no maki und Chi ryaku no maki.
- jirai地雷
„Landmine“
- jitte十手
„Zehn Hände“
- Handwaffe mit einem Haken, um Schwerthiebe abzufangen. Auch jutte.
- jō杖
„Spazierstock, Wanderstab, Stab“
- Der vollständige Name ist yon shaku bō.
- jōei jutsu如影術
„Wie ein Schatten“
- Taktik des tōiri. Kurz vor Ausbruch der Feindseligkeiten geht ein Ninja ins feindliche Gebiet, wo er im allgemeinen Kriegstreiben leicht untertaucht, etwa als angeworbener Arbeiter oder Soldat.
- jōjutsu杖術
- Kampf mit dem Wanderstab (jō). Teil des bugei jūhappan und des ninja jūhakkei.
- jōnin上忍
„Oberer Ninja“
- Höchster Rang der Ninja: der Anführer eines Clans, dessen wahre Identität meist nur der chūnin kannte. Er erteilte den genin ihre Aufgaben. Seine Stärken lagen in Politik, Strategie und Philosophie.
- jū tai jutsu柔体術
„Kunst des weichen Körpers“
- Greif-, Hebel- und Würgetechniken aus dem taijutsu des Ninjutsu.
- jūdō柔道
„Der sanfte Weg“
- Japanische Kampfsportart, die Professor Kanō Jigorō 1882 aus dem jūjutsu entwickelte.
- jūjutsu柔術
„Kunst der Nachgiebigkeit“
- Alte japanische Kampfkunst der Samurai.
- jumon呪文
„Zauberformel“
- Das
„geladene“
Wort, die japanische Entsprechung des mantra. Es verkörpert den Intellekt. - jūmonji no kamae十文字の構え
„Stellung des Kreuzes“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- jun nagare順流れ
„Vorwärts fließen“
- Fallübung (ukemi) aus ichimonji no kamae.
- jūnantaisō柔軟体操
„Beweglichkeitsgymnastik“
- Übungen der Ninja für Beweglichkeit und Gelenkigkeit.
- jutsu術
„Kunst, Mittel, Technik“
- jutte十手
„Zehn Hände“
- Handwaffe mit einem Haken, um Schwerthiebe abzufangen. Auch jitte.
K
- ka火
„Feuer“
- ka jutsu火術
„Feuerkunst“
- Der Umgang mit Feuer, Schusswaffen und Sprengstoffen.
- ka no kata火の型
„Form des Feuers“
- kabuto兜
„Helm“
- Helm der japanischen Rüstung.
- kagami鏡
„Spiegel“
- kagi kōhō geri鈎後方蹴り
„Rückwärtiger Hakentritt“
- kagi nawa鈎縄
„Hakenseil“
- Langes Seil mit einem Haken am Ende.
- kagi yari鈎槍
„Hakenspeer“
- Waffe der Ninja, mit der man Schwerthiebe abwehren und auf Bäume klettern konnte. Auch kama yari.
- kaiki開器
„Öffnungswerkzeuge“
- Titel des Bandes im Bansenshūkai über Werkzeuge zum Öffnen von Türen und Schlössern und zum Einbrechen. Als anderer Name für das tenugui ist das Wort nicht belegt.
- kaiten回転
„Drehen, Rotieren, Rollen“
- kaki火器
„Feuerwerkzeuge“
- Titel des letzten Bandes des Bansenshūkai, mit Rezepturen für Sprengstoffe, Rauchbomben, Arzneien, Betäubungsmittel und Gifte.
- kakushi kokeshi
- Puppe mit verborgenem Gewicht, als Waffe benutzt.
- kakuyoku鶴翼
„Kranichflügel“
- Schlachtformation aus dem bōryaku.
- kama鎌
„Sichel“
- Werkzeug, mit dem man im ganzen asiatischen Raum Korn, Reis oder Zuckerrohr schnitt.
- kama ikada蒲筏
„Binsenfloß“
- Floß aus Binsen für eine Person.
- kama yari鎌槍
„Hakenspeer“
- Waffe der Ninja, mit der man Schwerthiebe abwehren und auf Bäume klettern konnte. Auch kagi yari.
- kamae構え
„Kampfstellungen“
- kami gakure no jutsu神隠れの術
„Die Kunst, sich hinter Gott zu verstecken“
- Annäherung an ein Ziel über Umwege. Der Ninja freundet sich mit Verwandten oder Vertrauten einer zu stark bewachten Zielperson an und kommt so in ihre Nähe.
- kamikaze神風
„Götterwind“
- Name der zwei Taifune, die die mongolische Streitmacht unter Kublai Khan vernichteten. Im Zweiten Weltkrieg nannte man auch die Piloten Kamikaze, die ihre Flugzeuge als Selbstmordkommando auf alliierte Schiffe und Stützpunkte stürzen mussten.
- kamiza神座
„Sitz der Götter“
- Der wichtigste Platz im Dōjō, an dem Bilder des Großmeisters hängen und manchmal religiöse Gegenstände stehen.
- kana仮名
- Japanische Silbenschriften, Oberbegriff für hiragana und katakana. Im Alltag schreibt man sie gemischt mit chinesischen Zeichen (kanji).
- kangeiko寒稽古
„Wintertraining“
- kanji漢字
„Chinesische Schriftzeichen“
- Die Japaner übernahmen diese Zeichen, und sie machen heute einen Großteil ihrer Schrift aus.
- kanjin kaname肝心要
„Das Wesentliche“
- Was erlangt, wer die stoffliche Welt hinter sich lässt und die kosmischen Gesetze erfährt. Die Lehre des Togakure-Ryū setzt es mit shinshin shingan (神心神眼) gleich,
„dem Geist und den Augen Gottes“
. - kanshu慣手
- Mit Reis, Sand oder Kies gefüllte Gefäße, mit denen man die Hände abhärtet. Auch jari bako.
- kantō kusha
- Männlicher Ausbilder einer kunoichi.
- kanzashi簪
„Kunstvolle Haarnadel“
- Haarnadel aus Holz oder Metall mit zwei Zinken wie eine Gabel.
- karate dō空手道
„Weg der leeren Hand“
- Kampfsportart, die auf Okinawa entstand, einer Inselgruppe im Süden Japans.
- kasha滑車
„Rolle“
- Rolle zum Abseilen.
- kasugai鎹
„Klammer“
- Klammer, die die Ninja an Türen klemmten, damit sie sich nicht öffnen ließen.
- kata型
„Form“
- Festgelegte Bewegungsform.
- kata ashi tobi geri片足飛び蹴り
„Einbeiniger Sprungtritt“
- Sprungtritt, bei dem ein Fuß gegen den Gegner stößt und das andere Knie an den Körper gezogen wird.
- kataga hasami bune
- Kleines Boot.
- katagatae jutsu方違術
- Taktik des chikairi. Verlässt der Feind sein Lager, schleicht sich der Ninja hinein, sabotiert wichtige Einrichtungen, versetzt die Wachen in Panik und öffnet seinen Truppen die Tore.
- katakana片仮名
- Japanische Silbenschrift, vor allem für ausländische Ausdrücke, Telegramme und Lautmalereien.
- katana刀
„Schwert“
- Langschwert der Samurai mit gekrümmter, einschneidiger Klinge von 61 bis 76 Zentimetern Länge. Bildet mit dem wakizashi das daishō.
- katana kake刀懸け
„Schwertständer“
- Ablage für das katana im Haus. Das wakizashi legte man nur zum Schlafen oder Baden ab, und selbst dann blieb es in Reichweite.
- katate片手
„Eine Hand“
- Einhändig, etwa bei Fallübungen (ukemi).
- Katō Danzō加藤段蔵
- Berühmter Ninja, der ein Meister der Sprungtechniken gewesen sein soll.
- katon火遁
- Flucht mit Hilfe des Feuers, eine der fünf Methoden des gotonpō.
- katon jutsu火遁術
„Kunst der Flucht mit Feuer“
- Fluchttechnik aus dem gotonpō, die das Feuer als Fluchtmittel nutzt.
- katsura otoko jutsu桂男術
„Der Mann im Mond“
- Taktik des tōiri, nach einem alten chinesischen Märchen. Ein von seinen Kameraden abgeschnittener Ninja im Feindesland lebt von der Hilfe Einheimischer, der chitsu mishi, die ihm Unterkunft geben und für ihn spionieren.
- kayaku jutsu火薬術
„Die Kunst, mit Feuer und Sprengstoffen umzugehen“
- kayaku zutsu火薬筒
„Pulverröhre“
- Versiegelte Bambusröhren, in denen sich Schießpulver trocken mitführen ließ.
- ken拳
„Faust“
- Die Faust als Körperwaffe.
- ken剣
„Schwert, Säbel, Klinge“
- ken tai ichi jō剣体一情
„Körper und Waffe sind eins“
- kendō剣道
„Weg des Schwertes“
- Kampfsportart, die aus der Schwertkunst (kenjutsu) der Samurai hervorging. Statt eines Schwertes benutzt man heute ein shinai und trägt zum Schutz eine Rüstung.
- kenjutsu剣術
„Schwertkunst“
- Schwertkampfkunst des feudalen Japan.
- kenpō拳法
„Faustmethode“
- Unbewaffnete Kampfmethode, im bugei jūhappan zusammen mit jūjutsu genannt.
- kensei剣聖
„Schwertheiliger“
- Ein Mensch, der das Wesen des Weges ganz durchschaut hatte und als fast unbesiegbar galt. Das bekannteste Beispiel ist Miyamoto Musashi.
- kenshō見性
„Erkennen der kosmischen Wahrheit“
- Das Verständnis aller Dinge, die Erleuchtung, auch satori.
- keri蹴り
„Fußtritt“
- Auch geri.
- ketsuin結印
„Bilden eines Handsiegels“
- Die Handstellung, die japanische Entsprechung der mudrā. Sie verkörpert die körperliche Handlung.
- ki気
„Energie, Lebenskraft, Lebensaktivität“
- kiai気合
„Schrei, Kampfgeist“
- Entladung von Energie in einem Kampfschrei, der eine wirkungsvolle Technik begleiten sollte. Legenden erzählen, einige Meister hätten mit dem Schrei kleine Tiere getötet und Menschen kurzzeitig gelähmt; belegen lässt sich nur, dass ein plötzlicher Schrei den Gegner für einen Moment erschreckt.
- kiai jutsu気合術
„Die Kunst des Kampfschreis“
- Die Kunst, den kiai einzusetzen.
- Kido Yazaemon城戸弥左衛門
- Berühmter Ninja, der ein Attentat auf Oda Nobunaga versuchte, das jedoch fehlschlug.
- kigomi着込み
„Unterpanzer“
- Panzerung, die man unter der Kleidung trug, etwa ein kusari katabira; manche Ausführungen aus gestepptem Stoff hatten zusätzlich lackierte Plättchen. Krieger und Reisende trugen sie; dass Ninja sie regelmäßig trugen, ist nicht belegt.
- kihon happō gata基本八法型
„Die acht grundlegenden Formen“
- kikaigaku機械学
„Mechanik“
- Die wirkungsvollsten Reaktionen des Körpers auf einen Angriff, darunter Fußarbeit, seitliches Ausweichen, Kampfentfernung und der richtige Einsatz der Körperwaffen.
- kikaku ken鬼角拳
„Dämonenhornfaust“
- kin金
„Gold, Metall“
- kinton金遁
- Flucht mit Hilfe von Metall, eine der fünf Methoden des gotonpō.
- kinton jutsu金遁術
„Kunst der Flucht mit Metall“
- Fluchttechnik aus dem gotonpō, die Metall als Fluchtmittel nutzt.
- kiri切小刀
„Kleine Säge“
- kisha綺者
„Schöne Person“
- Prinzip des gojō goyoku, das die Eitelkeit eines Menschen ausnutzt.
- kishaku耆著
„Kompass“
- Schwimmender Kompass: ein magnetisiertes Eisenstück, oft in Form eines Fischs oder Boots, das in einer Schale mit Wasser schwimmt. Das Prinzip stammt aus China; das Bansenshūkai beschreibt, wie man einen solchen Kompass herstellt.
- kiten起転
„Handstandüberschlag“
- Aus der Hocke über die Hände in den Handstand und weiter über die Brücke zurück auf die Füße.
- kiten ken起転拳
„Faust, die eine Wende erzeugt“
- kitsune gakure no jutsu狐隠術
„Die Kunst, sich wie ein Fuchs zu verstecken“
- Technik, bei der man sich wie ein Fuchs im Schilf versteckt.
- ko ashi小足
„Kleiner Schritt“
- Gangart der Ninja.
- kō ken鈎拳
„Hakenfaust“
- Kōbō Daishi弘法大師
- Gründer der esoterischen buddhistischen Sekte Shingon, auch Kūkai genannt.
- kobudō古武道
„Altes Budō“
- Auf Okinawa entwickeltes Waffensystem, das vor allem Bauernwerkzeuge als Waffen einsetzt.
- kobujutsu jūhappan古武術十八般
„Die 18 alten Kriegskünste“
- Kriegskünste, die Hatsumi Masaaki drei Jahre lang bei Ueno Sensei übte.
- kodachi小太刀
„Kleines Schwert“
- Kurzschwert.
- kodachijutsu小太刀術
- Kampf mit dem Kurzschwert (kodachi), Teil des bikenjutsu.
- Kōga-Ryū甲賀流
- Ninjutsu-Stil, heute höchstwahrscheinlich ausgestorben.
- kōgai笄
„Haarnadel“
- Nadel, die seitlich am wakizashi befestigt war. Sie diente als Werkzeug, um Lederzeug auszubessern oder Hufe zu pflegen.
- kogakure木隠
„Hinter Blättern und Bäumen verborgen“
- Den Namen wählte der Autor für diese Website.
- kōhō後方
„Rückwärts“
- kōhō geri後方蹴り
„Rückwärtstritt“
- kōhō kaiten後方回転
„Rückwärtsrolle“
- kōhō ukemi後方受身
„Rückwärtsfall“
- Fallübung (ukemi) nach hinten. Aus dem Stand geht man tief in die Hocke und rollt auf den Rücken ab.
- kokizami ashi小刻み足
„Kurzer Schritt“
- Gangart der Ninja.
- kokoro心
„Herz, Geist“
- koku石
- Japanisches Hohlmaß für Reis. Im feudalen Japan wurde man in koku bezahlt; ein koku entspricht etwa 180 Litern Reis.
- kokū虚空
„Leerer Raum“
- Der leere Raum, die Leere.
- kokyūhō呼吸法
„Atemtechnik, Atemkontrolle“
- Methoden der richtigen Atmung.
- komusō虚無僧
„Mönch der Leere“
- Bettelmönch des Fuke-Ordens. Die komusō zogen durch Japan und trugen einen weißen Kimono, einen großen Hut, der das ganze Gesicht bedeckte, ein Schwert (katana), einen langen Wanderstab, einen Fächer und eine Flöte (shakuhachi). Sie durften ihren Hut nie abnehmen und in Gegenwart von Nicht-Mönchen nicht sprechen. Offiziell gibt es die Sekte nicht mehr, doch vielleicht besteht sie im Untergrund fort.
- kongō金剛
„Goldene Stärke“
- Kurze Metallwaffe, mit der sich buddhistische Priester verteidigten. Das Zepter symbolisiert den Diamanten, das Zeichen des reinen Wissens. Auch als Indras Waffe bekannt.
- kongōkai mandara金剛界曼荼羅
„Mandala der Diamantwelt“
- Streng geometrisches Mandala mit Buddhas und Gottheiten in neun Feldern.
- kongōsho金剛杵
„Diamantzepter“
- Buddhistisches Ritualgerät (Vajra) mit drei nach innen gekrümmten Zacken an jedem Ende.
- koppō jutsu骨法術
„Die Kunst der Knochenmethoden“
- Techniken, die Knochen brechen. Durch hartes Training wurden Hände und Füße gestärkt, um zerstörerische Schläge gegen die Knochen zu führen.
- koppō ken骨法拳
„Faust der Knochenmethode“
- kōsei no kamae攻勢の構え
„Angreifende Energie“
- Stellung (kamae) aus dem Ninjutsu.
- koshi jutsu骨指術
„Die Kunst der Knochenfinger“
- Techniken gegen die Muskeln des Körpers, die starke Schmerzen verursachen.
- koshizashi腰差
„An der Hüfte gehaltene Kanone“
- Frühe Handfeuerwaffe, die Suginobō Myōsan auf Tanegashima vorgeführt bekam und nachbauen ließ.
- kosshi kihon sanpō骨指基本三法
„Die drei grundlegenden Schlagtechniken“
- Kotō-Ryū虎倒流
„Schule des Tigerbezwingers“
- Einer der neun Ryū des Bujinkan.
- kōyaku衡軛
„Rinderjoch“
- Schlachtformation aus dem bōryaku.
- kū空
„Leere, Vakuum“
- Ursprung der subatomaren Energie, das Nichts, der Anfang aller Dinge.
- kū no kata空の型
„Form der Leere“
- ku shaku bō九尺棒
„Neun <em>shaku</em> langer Stab“
- Überlanger Stab (2,73 Meter).
- kubotanクボタン
- Faustwaffe in Form eines kleinen Zylinders, mit der man Druck auf Gelenke ausüben kann.
- kuda bashigo管梯子
„Rohrleiter“
- kuden口伝
„Mündliche Überlieferung“
- Weitergabe der Kampfkünste von Mund zu Mund statt in Schriften.
- kūhen no kata空変の型
„Formen der Verwandlung der Leere“
- kūhi空飛
„Luftsprung“
- kuji goshin hō九字護身法
„Schutzmethode der neun Silben“
- Anderer Name für kuji-kiri.
- kuji-in九字印
„Siegel der neun Silben“
- Die neun Fingerzeichen (mudrā), die die Ninja anwandten.
- kuji-in jin陣
- Sechstes Siegel des kuji-in. Es zeigt den Menschen, der sich ganz auf das kosmische Bewusstsein Gottes verlässt und seiner Intuition vertraut.
- kuji-in kai皆
- Fünftes Siegel des kuji-in. Es zeigt den Menschen, der sich bemüht, Gott nahezukommen. Sein Handzeichen ist das gebaku ken-in.
- kuji-in pyō兵
- Zweites Siegel des kuji-in, das körperliche Symbol des Diamanten und damit des Wissens. Sein Handzeichen ist das daikongō-in.
- kuji-in retsu列
- Siebtes Siegel des kuji-in. Sein Handzeichen ist das chiken-in.
- kuji-in rin臨
- Erstes Siegel des kuji-in. Es steht für kongō, den diamantgleichen Blitzstrahl. Sein Handzeichen ist das dokko-in.
- kuji-in sha者
- Viertes Siegel des kuji-in.
- kuji-in tō闘
- Drittes Siegel des kuji-in. Sein Handzeichen ist das sotojishi-in.
- kuji-in zai在
- Achtes Siegel des kuji-in. Es symbolisiert das Feuer, das alle Unreinheiten zerstört und den Geist eins mit dem Universum werden lässt.
- kuji-in zen前
- Neuntes Siegel des kuji-in. Es symbolisiert den vollkommen Erleuchteten, der alle Dinge durchschaut hat.
- kuji-kiri九字切り
„Zerschneiden der neun Silben“
- Ritual, bei dem man mit einem symbolischen Schwert ein Schutzgitter in die Luft zeichnet. Nicht zu verwechseln mit kuji-in.
- Kūkai空海
- Anderer Name für Kōbō Daishi.
- Kukishinden-Ryū九鬼神伝流
„Die Schule der neun Dämonengötter“
- Einer der neun Ryū des Bujinkan.
- kuma熊
„Bär“
- kumade熊手
„Rechen, Harke, Bärenkralle“
- Waffe der Ninja, die furchtbare Verletzungen verursachen konnte. Sie diente auch zum Klettern.
- Kumawaka
- Berühmter genin des Kōga-Ryū, der 70 Ninja als Guerillakämpfer anführte.
- kumo bashigo雲梯子
„Wolkenleiter“
- kumo bashigo蜘蛛梯子
„Spinnenleiter“
- Kumogakure-Ryū雲隠流
„Die Schule der verborgenen Wolke“
- Einer der neun Ryū des Bujinkan.
- kunai苦無
„Hebelwerkzeug, Ninja-Wurfmesser“
- kunashi
„Klappspaten“
- kunoichiくノ一
- Weibliche Ninja. Nach der Überlieferung waren sie im Nahkampf ausgebildet wie ihre männlichen Kameraden, doch ihr Schwerpunkt lag auf der Beeinflussung der menschlichen Psyche.
- kunoichi jutsuくノ一術
- Taktik des tōiri, bei der Frauen als Agentinnen eingesetzt werden, um an männliche Schlüsselfiguren heranzukommen.
- Kuroi Ōkami黒い狼
„Schwarzer Wolf“
- Name des Bujinkan-Dōjō in Wolfsburg, geleitet von shidōshi Mario Plückhahn.
- kuruma nagare車流れ
„Rollendes Fließen“
- Fallübung (ukemi), rollend nach hinten (kōhō kuruma nagare).
- kusari鎖
„Kette“
- kusari fundō鎖分銅
- Kurze Kette mit je einem Gewicht an beiden Enden.
- kusari katabira鎖帷子
„Kettenhemd“
- Kettenhemd, das Ninja in Schlachten unter oder über dem shinobi shōzoku trugen. Das Geflecht schützte auch Gesicht und Handflächen.
- kusarigama鎖鎌
„Kettensichel“
- Japanische Sichel (kama) mit einer beschwerten Kette (kusari).
- kusarijutsu
- Kampf mit kurzen Kettenwaffen.
- kūten空転
„Wende in der Luft“
- kyobako fune
„Kastenboot“
- Eine außen mit Leder überzogene Holzkiste.
- kyojitsu tenkan hō虚実転換法
„Lüge und Wahrheit“
- Taktik, die Wahrheit als Lüge und die Lüge als Wahrheit hinzustellen, etwa Stärke zu zeigen, wenn man schwach ist.
- kyoketsu shōge距跋渉毛
- Beliebte Waffe der Ninja. Ein Messer mit einem Haken, am Griff ein vier Meter langes Seil mit einem Stahlring am Ende.
- kyōmon
- Praktische Bildung, Beobachtung und gesunder Menschenverstand. Eine der acht Disziplinen des ninja no hachimon.
- kyōnin no jutsu
- Taktik, die den Aberglauben der Menschen ausnutzt, etwa mit Teufelsmasken, Feuerspucken oder vermeintlich bösen Tieren.
- kyōsha恐者
„Ängstliche Person“
- Prinzip des gojō goyoku, das die Feigheit eines Menschen ausnutzt.
- Kyōto京都
- Alte japanische Kaiserstadt.
- kyū級
„Rang, Stufe, Klasse, Schülergrad“
- kyū弓
„Bogen“
- kyūdō弓道
„Weg des Bogens“
- Aus dem kriegerischen kyūjutsu entwickelte Sportart.
- kyūjutsu弓術
„Bogenkunst“
- Methode der Samurai, mit Pfeil und Bogen zu schießen.
- kyūsho急所
„Vitalpunkte“
- Die Druckpunkte für atemi. Der Kotō-Ryū enthält ihr vollständiges System.
L
- li理
„Struktur, Ordnung“
- Chinesisch. Im Daoismus die Struktur und Form des Dao: eine asymmetrische Ordnung, die sich nie wiederholt und keiner Regel folgt. Man erkennt sie im fließenden Wasser, in Baumrinde oder Eiskristallen.
- Lin Kuei
- Angeblicher Name, unter dem es Ninjutsu in China und Korea gegeben haben soll; historisch ist das nicht belegt.
M
- ma間
„Zwischenraum, Lücke, Intervall, Abstand“
- maai間合い
„Intervall, Abstand, Pause“
- Harmonischer Abstand in Zeit und Raum.
- mae前
„Vorn, vorwärts, frontal“
- mae gaeshi前返
„Vorwärts ausgerichtete Techniken“
- mamukigama
- Sichel mit einem Seil, an dessen Ende ein giftiges Tier hing, etwa eine Schlange. Der Ninja schleuderte es dem Gegner entgegen; das Tier beschäftigte ihn und tötete ihn vielleicht sogar.
- mandala曼荼羅
- Schematische Darstellung des Universums in einem Bild, aus dem Tantra und dem mikkyō. Im sanmitsu steht es für den Gedanken.
- mangetsu no kamae満月の構え
„Vollmond-Stellung“
- Stellung des Kotō-Ryū. Der Kämpfer hält das Schwert über dem Kopf, damit das Sonnenlicht auf der Klinge den Gegner blendet.
- manriki gusari万力鎖
„Kette mit der Kraft von 10.000“
- Kette mit eisernen Griffstücken an den Enden.
- mantra真言
„Wahre Worte“
- Laute aus dem Tantrismus und dem mikkyō. Im sanmitsu steht das mantra für das Wort.
- menkyo kaiden免許皆伝
- Urkunde über die vollständige Meisterschaft in einer Kampfkunst. Der Meister übergab sie einem oder mehreren Schülern; sie weist den Inhaber als rechtmäßigen Erben des Stils aus.
- metsubushi目潰し
„Das Auge zerstören“
- Blendpulver aus Eisenspänen, Sand, Asche oder chemischen Stoffen. Auf der Flucht warf der Ninja es dem Verfolger in die Augen.
- migi右
„Rechts“
- mikkyō密教
„Geheime Lehre“
- Oberbegriff für verschiedene tantrische Lehren des Buddhismus.
- miko巫女
„Schreinjungfrau“
- Junge, unverheiratete Frau im Dienst eines Shintō-Schreins. Der Überlieferung nach bildete Mochizuki Chiyome Waisenmädchen zu miko und zugleich zu kunoichi aus, die für die Familie Takeda spionierten.
- Minamoto源
- Berühmte Familie, auch Genji genannt, die mit den Taira im Krieg lag.
- minomushi jutsu身虫術
„Wurm im Körper“
- Taktik des tōiri, die das Bansenshūkai beschreibt: Der Ninja stiftete Bedienstete des Feindes zum Verrat an ihrem Herrn an. Je höher ihr Rang, desto wertvoller waren sie.
- Miyamoto Musashi宮本武蔵
- Der berühmteste Schwertkämpfer Japans. Er zog viele Jahre durch das Land, um seine Schwertkunst zu verbessern, und gewann dabei mehr als 60 Kämpfe. Er gründete den Niten-Ichi-Ryū, eine Schule, die mit zwei Schwertern zugleich kämpft. Kurz vor seinem Tod schrieb er Gorin no sho (
„Das Buch der fünf Ringe“
). - mizu水
„Wasser“
- mizu taimatsu水松炬
- Fackel, die auch im Regen brennt.
- mizu tsutsu水筒
„Atemrohr“
- Schilf- oder Holzrohr, durch das der Ninja atmete, wenn er länger unter Wasser bleiben musste.
- mizugumo水蜘蛛
„Wasserspinne“
- Werkzeug der Ninja, um über Sumpfland zu laufen.
- mizukaki水掻き
„Schwimmflossen“
- Mochizuki Chiyome望月千代女
- Berühmte kunoichi, die der Überlieferung nach im Auftrag von Takeda Shingen ein Netz von kunoichi leitete.
- moku木
„Holz“
- mokuton木遁
- Flucht mit Hilfe von Holz und Pflanzen, eine der fünf Methoden des gotonpō.
- mokuton jutsu木遁術
„Holzfluchttechnik“
- Fluchttechnik des gotonpō, die Holz als Fluchtmittel nutzt.
- mon紋
„Familienwappen“
- mono者
„Person“
- monomi no jutsu物見の術
„Die Kunst der Erkundung“
- Erkundung der Schwachstellen einer feindlichen Verteidigung, etwa leicht zugänglicher Zimmer, Hintertüren und unbenutzter Räume.
- Mōri毛利
- Samurai-Clan aus Aki im Westen Honshūs, eine der Familien, die in der Sengoku-Zeit um die Macht kämpften. Unter Mōri Motonari beherrschte er die Region Chūgoku und stand später gegen Oda Nobunaga.
- mu武
„Kriegertum, Militär“
- Auch bu.
- mudrā印相
„Handzeichen“
- Handstellungen aus dem Tantra und dem mikkyō. Neun davon gingen in das kuji-in ein. Im sanmitsu stehen sie für die Tat.
- mumei mugei no jutsu無名無芸の術
„Kein Name, keine Kunst“
- Die Kunst der Anonymität, das Erfolgsrezept der Ninja in der Spionage. Niemand sollte das wahre Gesicht des Ninja kennen.
- muon no hō無音の法
„Methoden der Geräuschlosigkeit“
- musha dori武者捕り
- Geheime Technik des Musashi-Ryū. Takamatsu Toshitsugu lernte sie mit 15 Jahren im Kampf gegen einen Karateka dieser Schule kennen.
- musha shugyō武者修行
„Wanderschaft des Kriegers“
- Lehrmethode, bei der sich der Krieger auf eine lange Reise begab, um sich zu verbessern. Die Härten unterwegs formten den Charakter und stärkten den Geist.
- musubi bashigo結び梯子
„Schlaufenleiter“
- Seil mit Schlaufen in festem Abstand, in die der Ninja beim Klettern die Füße steckte.
- musubi nawa結び縄
- Seil aus Pferdehaar.
- mute無手
„Ohne Hände“
- Ohne Hände, etwa bei Fallübungen (ukemi).
N
- nagamaki長巻
- Eine Ausführung der Schwertlanze naginata.
- nagare流れ
„Fließendes Wasser“
- Prinzip der Weichheit.
- nage投げ
„Wurf, werfen“
- nage teppō投げ鉄砲
- Sprenggranate, die man mit der Hand oder mit einer Schleuder auf den Feind warf. Sie funktionierte wie eine heutige Handgranate.
- nagenawa投げ縄
„Wurfseil“
- Lasso. Der Gyokushin-Ryū ist für seinen Gebrauch bekannt.
- naginata薙刀
„Schwert zum Niedermähen der Feinde“
- Schwertlanze, eine Waffe der sōhei und die bevorzugte Waffe der Samurai-Frauen.
- naginatadō薙刀道
„Weg der <em>naginata</em>“
- Kampfkunst mit der naginata, die nach dem Zweiten Weltkrieg überwiegend Frauen ausübten.
- nagishi shuriken
- Wurfstern (shuriken) mit einer Quaste am Ende, die den Flug stabilisiert.
- naibaku ken-in内縛拳印
„Zeichen der innen verbundenen Faust“
- Handzeichen zu jin im kuji-in.
- neko te猫手
„Katzenkralle“
- Angespitzter Fingerhut, eine Waffe der kunoichi.
- nenriki念力
„Willenskraft“
- Die gebündelte Absicht, die japanische Entsprechung des mandala. Es verkörpert den Willen des Ninja.
- nichirin-in日輪印
„Zeichen des Sonnenrings“
- Handzeichen zu zai im kuji-in.
- Nihon日本
„Ursprung der Sonne“
- Japan. Auch Nippon.
- nin人
„Mensch“
- nin忍
„Erdulden, ertragen, ausharren, vermeiden“
- Auch shinobu.
- nin shokudai忍燭台
- L-förmige Fackel, die sich aufhängen ließ.
- ningu忍具
„Ninja-Werkzeuge“
- ninja忍者
- Ausübender des Ninjutsu: Kämpfer, Kundschafter, Spion, Guerillakämpfer und Spezialagent des feudalen Mittelalters.
- ninja aruki忍者歩き
„Schritttechniken“
- Die Gangarten der Ninja, um sich lautlos, ungesehen oder schnell zu bewegen.
- ninja jūhakkei忍者十八形
- Die 18 Kategorien von Geheimtechniken, die ein Ninja zusätzlich zum bugei jūhappan lernte. Zusammen bilden beide das ninpō sanjūrokkei.
- ninja ken忍者剣
„Ninja-Schwert“
- Auch ninja tō.
- ninja tō忍者刀
„Ninja-Schwert“
- Auch ninja ken.
- ninjutsu忍術
„Kampfkunst der Ninja“
- Sammelbegriff für alle Ryū, die von Ninja ausgeübt wurden. Sie enthalten oft unkonventionelle und geheime Kampftechniken.
- ninjutsu ka忍術家
„Ausübender des Ninjutsu“
- ninki忍器
„Ninja-Werkzeuge“
- Teil des Bansenshūkai, der die Ausrüstung beschreibt. Er beginnt im neunten Band und reicht bis in den Schlussband.
- ninniku yoroi
- Anderer Name für shinobi shōzoku, den Anzug der Ninja.
- ninpō忍法
„Ninja-Künste“
- Ninjutsu als Lebensauffassung. Das ninpō geht über die Technik hinaus und lehrt zusätzlich einen geistigen Weg.
- ninpō ikkan忍法一貫
„Ninjutsu ist der Anfang und kennt kein Ende“
- ninpō inu bue忍法狗笛
- Die Kunst der Ninja, Tiere abzurichten.
- ninpō mikkyō忍法密教
- Die geheimen Lehren der Ninja, die auf dem mikkyō aufbauen.
- ninpō sanjūrokkei忍法三十六計
- Die 36 Gebiete, die ein Ninja lernte: die 18 Kriegskünste des bugei jūhappan und die 18 Geheimtechniken des ninja jūhakkei. Die Liste war nicht starr; oft wurden Fachgebiete gestrichen und andere hinzugefügt.
- ninpō taijutsu忍法体術
- Unbewaffneter Kampf der Ninja. Dazu gehören auch weitere körperliche Fertigkeiten wie die Fallschule.
- Nippon日本
„Ursprung der Sonne“
- Japan. Auch Nihon.
- Nishina Daisuke仁科大助
- Geburtsname von Togakure Daisuke, dem Gründer des Togakure-Ryū.
- nodachi野太刀
„Großes Kriegsschwert“
- Sehr langes Schwert der Samurai, 1–1,80 Meter lang, das meist ein Diener trug.
- nuki ashi抜き足
„Lautloser Schritt“
- nunchaku双節棍
- Waffe aus dem kobudō: zwei Holzstücke, die mit einer kurzen Kette oder Schnur verbunden sind. Ob je ein Ninja sie benutzte, ist äußerst fraglich.
- nuntebō
- Fischerspeer: ein Werkzeug der Fischer, das sich auch als Waffe einsetzen ließ.
- nyūdaki no jutsu
- Ausnutzen der Schwächen von Wachen, etwa ihrer Faulheit oder Dummheit.
- nyūkyo no jutsu
„Die Kunst der Invasion“
- Abwarten des richtigen Zeitpunkts, um in eine feindliche Burg oder ein Lager einzudringen, etwa wenn die Streitmacht zu einem Feldzug aufgebrochen war.
O
- ō大
„Groß“
- ō ashi大足
„Großer Schritt“
- obi帯
„Gürtel“
- Oda Nobunaga織田信長
- Militärdiktator, der in der Sengoku-Zeit versuchte, die Macht in Japan an sich zu reißen. Der skrupellose Feldherr hielt den mittleren Teil Japans besetzt, errichtete eine Burg bei Kyōto und setzte ohne Bedenken europäische Feuerwaffen ein. Nach seinem Tod gelang es seinen Generälen, Japan zu einen.
- ōgama大鎌
„Große Sichel“
- Weit größere Version der kusarigama für das Schlachtfeld.
- ōkami狼
„Wolf“
- Okinawa沖縄
- Inselgruppe im Süden Japans.
- okuri ashi送り足
„Nachsetzender Schritt“
- ōmetsuke大目付
- Beamte des bakufu bei der Staatspolizei. Ihnen unterstanden die Ninja, die nach dem Ende der Bürgerkriege in der Geheimpolizei dienten.
- omote soku gyaku ken no keri
- Tritt, bei dem die Fußsohle nach innen gedreht ist. Der Fuß schwingt von außen zur Mitte vor dem eigenen Körper und trifft den Gegner auf dieser Linie, etwa an der Innenseite des Oberschenkels.
- ongyō no mono隠形の者
„Versteckte Personen“
- Beiname der Ninja aus Kōga.
- ongyō-in隠形印
„Zeichen der verborgenen Form“
- Handzeichen zu zen im kuji-in.
- oni鬼
„Dämon, Teufel, böser Geist“
- oni kudaki鬼砕
„Dämonenzerstörer“
- Hebeltechnik.
- onibi
„Teufelsmaske“
- Grausige Holzmaske, mit der der Ninja seinen Verfolgern Schrecken einjagte.
- onmyōdō陰陽道
„Wahrsagen und Astrologie“
- ono斧
„Streitaxt“
- ono gama斧鎌
„Axt und Sichel“
- Kombinierte Waffe aus Streitaxt und Sichel.
- onshin jutsu隠身術
„Die Kunst des Versteckens“
- Die Kunst des Ninja, sich zu verstecken, zu tarnen und unsichtbar zu machen.
- ōten横転
„Radschlag“
- ōtsuchi大槌
„Großer Hammer“
- Kriegshammer, eine Waffe des Shinden-Fudō-Ryū.
- ōzutsu大筒
„Holzkanone“
R
- rakusha楽者
„Bequeme Person“
- Prinzip des gojō goyoku, das die Faulheit eines Menschen ausnutzt.
- rappa乱破
- Anderer Name für Ninja, etwa für die Guerillakämpfer im Gefolge von Fūma Kotarō. Auch suppa.
- rei礼
„Gruß, Verbeugung, Dank“
- renzoku連続
„Kontinuität, Kombination, Verkettung“
- ritsudō律動
„Rhythmus, Gefühl“
- roku shaku bō六尺棒
„Sechs <em>shaku</em> langer Stab“
- Die gebräuchlichste Form des bō, etwa 1,82 Meter lang. Roku bedeutet sechs, shaku ist ein japanisches Längenmaß.
- rōnin浪人
„Wellenmänner“
- Herrenloser Samurai. Wer seinen Herrn (Daimyō) verloren hatte, zog durch das Land. Manche verdingten sich als Söldner, andere wurden Kampfkunstlehrer, einige Räuber, die Bauern ausplünderten.
- ryakuhon jutsu略本術
- Taktik des chikairi: Der Ninja schlich sich ins feindliche Lager und gab sich dort als Verbündeter aus. Dazu musste man ihn dort bereits kennen, und er musste sich in der Gegend bestens auskennen.
- ryō ashi tobi geri両足飛び蹴り
„Zweibeiniger Sprungtritt“
- Sprungtritt, bei dem der Kämpfer mit beiden Beinen abspringt und sie zusammenhält. Die ganze Wucht des Körpers trifft den Gegner.
- ryō yoku geri
„Zweibeiniger Flügeltritt“
- Tritt, der meist zum Einsatz kommt, wenn der Kämpfer von einem erhöhten Standpunkt auf den Gegner herabspringt.
- ryōhan jutsu
- Taktik des chikairi: Der Ninja entführte eine Schlüsselfigur, um seine Bedingungen durchzusetzen. Andere Schlüsselfiguren mussten ihm dienen, sonst wurde das Opfer hingerichtet.
- ryōte両手
„Beide Hände“
- Beidhändig, etwa bei Fallübungen (ukemi).
- Ryū流
„Fachrichtung, Stil, Tradition“
- ryūha流派
„Schule einer Fachrichtung, eines Stils, einer Tradition“
- Längere Form von Ryū.
- ryūsui流水
„Fließendes Wasser“
S
- sabaki捌き
„Körperbewegung“
- sai釵
- Waffe aus dem kobudō.
- Saichō最澄
- Anderer Name für Dengyō Daishi.
- Saiga Magoichi雑賀孫一
- Anführer der Saika-Schützen, oft zu den Ninja gezählt, mit besonderen Fähigkeiten im Umgang mit Feuerwaffen und Sprengstoffen. Seine Männer waren gute Scharfschützen. Er entwickelte das shaki no jutsu.
- saimin jutsu催眠術
„Kunst der Hypnose“
- sake酒
„Reiswein, Alkohol“
- sakki殺気
„Tötungsabsicht“
- Nach ihm ist im Bujinkan der Test zum fünften Dan benannt: Der Schüler muss einem Schwert ausweichen, ohne es zu sehen. Hatsumi Masaaki legte ihn bei Takamatsu Toshitsugu ab.
- sakki jutsu察気術
„Die Kunst, den Geist zu erraten“
- Intuitives Sehen, das es dem Kämpfer erlaubt, einem Schlag auszuweichen, bevor er ausgeführt wird.
- samurai侍
- Japanische Kriegerklasse.
- san shaku bō三尺棒
„Drei <em>shaku</em> langer Stab“
- Stock von drei shaku Länge, etwa 91 Zentimeter. Ein anderer Name ist hanbō.
- san shitan ken三指端拳
- Variante des shitan ken mit drei Fingern.
- sanmitsu三密
„Die drei Geheimnisse“
- Die drei Kräfte des mikkyō: Gedanke, Wort und Tat. Für sie stehen mandala, mantra und mudrā.
- sanmyaku山脈
„Gebirgskette“
- Name des offiziellen Magazins des Bujinkan.
- sanpō hiden三法秘伝
- Die drei geheimen Schätze des Togakure-Ryū: der Wurfstern senban shuriken, die Klauen shukō und das Bambusrohr shindake.
- sansa jutsu散策術
- Lauftechniken der Ninja.
- sanshin no kata三心の型
„Drei-Herz-Form“
- sashi ashi差し足
„Verborgene Schritte“
- Überkreuzschritt.
- satobito jutsu里人術
- Taktik des tōiri: Der Ninja nahm einen unzufriedenen, geldgierigen oder ehrgeizigen Untertanen des feindlichen Herrschers in seine Dienste. Solche Leute lieferten Informationen, hielten Fluchtwege frei oder versorgten ihn mit Material.
- satori悟り
„Begreifen, Verstehen, Erleuchtung“
- saya鞘
„Schwertscheide“
- sayū kaiten左右廻転
„Links-rechts-Rolle“
- seigan no kamae正眼の構え
- Stellung, die auf die Augen des Gegners ausgerichtet ist.
- Seii taishōgun征夷大将軍
„Shōgun zur Niederwerfung der Barbaren“
- Ursprünglich der Titel des Oberbefehlshabers des Heeres, später zu Shōgun verkürzt.
- seishin teki kyōyō精神的教養
„Entwicklung von Geist und Intuition“
- Die erste der 18 Disziplinen des ninja jūhakkei.
- seiza no kamae正座の構え
„Die korrekte Sitzhaltung“
- Kniesitz, eine Stellung (kamae) des Ninjutsu.
- Sekigahara関ヶ原
- Kleines Dorf in der Provinz Mino, bei dem Tokugawa Ieyasu den endgültigen Sieg über seine Feinde errang.
- senban銛盤
- Wurfstern (shuriken) mit vier Spitzen.
- senban shaken銛盤捨剣
- Wurfstern (shuriken) mit einem Loch in der Mitte.
- Sengoku jidai戦国時代
„Zeit der streitenden Reiche“
- Die Zeit der blutigen Bürgerkriege in Japan, etwa 1467–1615.
- senjō jutsu戦場術
„Die Kunst des Schlachtfelds“
- Manövrieren von Truppen.
- senjutsu戦術
„Die Kunst des Krieges“
- Kriegsstrategie.
- sennin仙人
„Asket in der Wildnis“
- sensei先生
„Früher geboren“
- Lehrer.
- sha者
„Person“
- shaken車剣
- Mehrzackiger Wurfstern (shuriken).
- shaki no jutsu捨旗の術
„Das Wegwerfen der Flaggen“
- List von Saiga Magoichi in der Schlacht von Naniwa Kanzakigawa: Seine Männer ließen ihre eigenen Flaggen zurück und bezogen ihre neue Stellung unter gefälschten Flaggen Oda Nobunagas, dessen Truppen sie für Verbündete hielten.
- shako ken蝦蛄拳
„Krabbenfaust“
- shaku尺
- Japanisches Längenmaß. Ein shaku misst 30,3 Zentimeter (10/33 Meter).
- shakuhachi尺八
- Flöte der komusō. Der Name bedeutet
„ein shaku acht sun“
, also rund 54,5 Zentimeter; die übliche Flöte hat fünf Grifflöcher. - shakujō錫杖
„Zinnstab“
- Priesterstab mit Ringen am Ende. Ihr Klirren beim Gehen sollte Kriechtiere vom Weg vertreiben, damit die buddhistischen Mönche das Gebot des Nichttötens einhalten konnten.
- shi shitan ken四指端拳
- Variante des shitan ken, vom Daumen gestützt.
- shiatsu指圧
„Fingerdruck“
- Japanische Massage, die durch Druck auf bestimmte Körperstellen eine Ohnmacht und andere Leiden lindern oder heilen soll.
- shiba gakure no jutsu柴隠れの術
- Technik des onshin jutsu aus den Überlieferungen von Iga und Kōga: Verbergen in dichtem Gestrüpp, hohem Gras oder Reisighaufen.
- shichi hō de七方出
„Die sieben Wege des Gehens“
- Die sieben traditionellen Verkleidungen der Ninja.
- shidōshi指導士
„Wegweisender Lehrer“
- Lehrer der Kriegskunst der Erleuchtung.
- shihan師範
„Meisterlehrer“
- Kaiser Higashiyama ernannte Takagi Oriemon Shigenobu 1695 zum shihan der kaiserlichen Leibwache.
- shihō tenchi tobi四方天地飛
„Sprung in vier Richtungen, zum Himmel und zur Erde“
- shikan ken指環拳
„Finger-Ring-Faust“
- shiken haramitsu daikōmyō四拳波羅蜜大光明
- Worte, die zu Beginn eines Trainings gesprochen werden. Stark vereinfacht bedeuten sie
„Wir bitten um Schutz und Erleuchtung“
. - shikomizue仕込み杖
„Schwertstock“
- In einem Stab verborgenes Schwert.
- shikoro錏
- Dünne Säge, mit der die Ninja durch Holzwände und Holztüren kamen.
- Shimabara no ran島原の乱
„Aufstand von Shimabara“
- Aufstand der Christen 1637–1638 auf der Halbinsel Shimabara. Eigentlich ein Bauernaufstand, diente er als Anlass für die Christenverfolgung.
- shime ashi締め足
„Fester Schritt“
- shime waza絞め技
„Würgegriffe“
- shinai竹刀
„Bambusschwert“
- Schwert aus mehreren Bambusstäben, die mit Leder und Schnüren zusammengehalten und gespannt werden. Es wird im Kendō verwendet.
- shinbō神棒
„Götterstab“
- Faustwaffe mit einem Ring für den Mittelfinger.
- Shinden-Fudō-Ryū神伝不動流
„Die Schule des unbewegten Herzens“
- Einer der neun Ryū des Bujinkan.
- shingitai心技体
„Herz, Technik, Körper“
- Eines der wichtigsten Prinzipien der Kampfkünste.
- Shingon真言
„Schule des wahren Wortes“
- Buddhistische Sekte, die Kōbō Daishi gründete.
- shinken gata taihen jutsu真剣型体変術
„Form mit echter Klinge“
- shinobi忍び
„Hineinschleichen, ausspionieren, heimlich betreten, dulden“
- Kurzform für Ninja.
- shinobi bune忍び舟
„Geheimes Boot“
- Leichtes, schmales Boot.
- shinobi iri忍び入り
„Geheimes Eintreten“
- Die Techniken der Ninja, sich lautlos zu bewegen.
- shinobi jutsu忍び術
„Geheime Künste“
- Sammelbegriff für die verschiedenen Künste der Ninja.
- shinobi kai忍び櫂
„Geheimes Paddel“
- Hohler Bambusstab mit Eisenteilen darin, die sich schnell zu einem Paddel zusammensetzen ließen.
- shinobi katana忍び刀
„Geheimes Schwert“
- Schwert der Ninja.
- shinobi kenpō忍び剣法
„Geheime Schwertmethoden“
- Schwertkunst der Ninja.
- shinobi no buki忍びの武器
„Geheime Kriegswerkzeuge“
- Die Waffen der Ninja.
- shinobi no jutsu忍びの術
„Geheime Kunst“
- Sammelbegriff für die verschiedenen Künste der Ninja. Der Überlieferung nach entstand der Name unter Shōtoku Taishi.
- shinobi shobō忍び小棒
„Geheimer kleiner Stab“
- Faustwaffe und Vorläufer des Schlagrings: Der Mittelfinger steckt in einem Stahlring, der Rest der Waffe liegt verborgen in der Faust.
- shinobi shōzoku忍び装束
„Geheimes Kleidungsbündel“
- Dunkler Kampfanzug der Ninja, im Winter hellgrau oder weiß. Auch ninniku yoroi.
- shinobi tantō忍び短刀
„Geheimes Kurzschwert“
- In einem Stab verborgener Dolch (tantō).
- shinobi yari忍び槍
- Speer der Ninja.
- shinobi zue忍び杖
„Geheimer Stab“
- Hohler Bambusstab, in dem Waffen oder Blendpulver versteckt waren.
- shinobu忍
„Ausdauer, Duldsamkeit, Geduld, Selbstbeherrschung, ertragen, verbergen, Spion, schleichen“
- Shintō神道
„Weg der Götter“
- Japanische Religion, die in allen Erscheinungsformen höhere Geister sieht. Eingedeutscht
„Shintoismus“
. - shishi undō四肢運動
„Bewegung der vier Glieder“
- Bewegung von Armen und Beinen.
- shishin ken指針拳
„Fingernadelfaust“
- shitan ken指端拳
„Fingerspitzenfaust“
- shitō ken指刀拳
„Fingerschwertfaust“
- shizen ken自然拳
„Natürliche Waffen“
- Die natürlichen Waffen des Körpers wie Schulter, Körpergewicht oder Nägel.
- shizen kōun ryūsui自然行雲流水
„Natürlich mit den Gezeiten gehen“
- shizen no kamae自然の構え
„Natürliche Stellung“
- Stellung (kamae) des Ninjutsu.
- shizentai自然体
„Natürlicher Körper“
- Entspannte, natürliche Stellung.
- shō小
„Klein“
- shobō小棒
„Kleiner Stab“
- Faustwaffe.
- shōgun将軍
„General der Truppen“
- Militärischer Befehlshaber Japans.
- shoshin go gata初心五型
„Fünf Formen des Anfängergeistes“
- shōten昇天
- Hochlaufen an senkrechten Flächen, eine Übung des ukemi.
- shōten no jutsu昇天の術
„Die Kunst, in den Himmel zu steigen“
- Hochlaufen an einer Mauer, einem Zaun, einem Baum oder einem Menschen. Mit genug Schwung springt man das Hindernis an, drückt sich mit den Beinen hoch und springt darüber hinweg. Eine Übung aus dem modernen Training, auch shōten jutsu.
- Shōtoku Taishi聖徳太子
- Prinzregent (574–622). Er soll als Erster Agenten eingesetzt haben, um bei Streitfragen die wahren Hintergründe zu erfahren.
- shu ken
„Schnabelfaust“
- shugendō修験道
„Der Weg, sich selbst zu prüfen“
- Esoterische Lehre und Form der Askese, die vor allem die yamabushi ausübten.
- shuki ken手起拳
„Ellenbogenfaust“
- shukō手鉤
„Handkralle“
- Klauen zum Klettern und Kämpfen, einer der drei geheimen Schätze des Togakure-Ryū. Auch tekagi.
- shuriken手裏剣
„Handflächenklinge“
- Wurfklingen der Ninja, in den verschiedensten Formen und Größen.
- shutō ken手刀拳
- Schlag mit der Handkante, derselbe Schlag wie kiten ken.
- sodezutsu袖筒
- Handkanone.
- sōhei僧兵
„Buddhistische Mönchskrieger“
- Kriegermönche und Söldner im Dienst von Klöstern.
- sōke宗家
„Familienoberhaupt, Begründer“
- Oberhaupt eines Ryū.
- sokki ken足起拳
„Kniefaust“
- soku gyaku ken足逆拳
„Umgekehrter Fuß“
- Tritt mit den Zehenspitzen gegen weiche Ziele wie Bauch oder Hals; ein Begriff aus dem Bujinkan.
- soku yaku ken足躍拳
„Tanzender Fuß“
- Tritt mit Ferse und Fußsohle in halbweiche oder harte Ziele, etwa von oben gegen das Knie; ein Begriff aus dem Bujinkan.
- sokuhō geri側方蹴り
„Seitwärtstritt“
- Tritt, bei dem das Bein seitwärts heraustritt, während der Oberkörper nach vorn gerichtet bleibt.
- sokuhō kaiten側方回転
„Seitwärtsrolle“
- sokuhō kiten側方起転
- Seitlicher Überschlag über die Hände, eine Übung des ukemi.
- sokuhō tobi側方飛び
„Seitwärtssprung“
- Flacher Sprung zur Seite, eine Übung des ukemi.
- sokuhō ukemi側方受身
„Seitwärtsfall“
- sokuyaku suitei ken
„Horizontaler Tritt“
- Das Bein tritt waagerecht nach vorn, der Fuß trifft das Ziel von der Seite.
- Sonshi孫子
- Japanischer Name für Sun Tzu, der der Überlieferung nach im 6. Jahrhundert v. Chr. Die Kunst des Krieges verfasste. Das Werk gelangte früh nach Japan und soll die Anfänge des Ninjutsu geprägt haben.
- soshin sosoku hō早心早速法
„Methoden, sich schnell zu bewegen“
- Sugitani Zenjūbō杉谷善住坊
- Berühmter Ninja, der 1570 Oda Nobunaga mit zwei Kugeln töten wollte. Beide trafen nur sein Schulterpolster.
- sui水
„Wasser“
- sui no kata水の型
„Wasser-Form“
- suikatsugan水渇丸
„Durstpille“
- Pille gegen den Durst aus dem Fruchtfleisch eingelegter Pflaumen, Zucker und Schlangenbartwurzel, deren Rezept das Bansenshūkai überliefert. Sie hielt Mund und Kehle feucht.
- suiki水器
„Wasserwerkzeuge“
- Abschnitt des neunten Bandes des Bansenshūkai über die Wasserausrüstung. Er beruht zu einem großen Teil auf Ratschlägen von Piraten und zeigt, wie man Flüsse überquert oder sich unter Wasser fortbewegt.
- suiren水練
„Wassertraining“
- Aufenthalt und Bewegung unter Wasser.
- suiton水遁
- Flucht mit Hilfe des Wassers, eine der fünf Methoden des gotonpō.
- suiton jutsu水遁術
„Wasserfluchttechnik“
- Fluchttechnik des gotonpō, die Wasser als Fluchtmittel nutzt.
- suppa透波
- Anderer Name für Ninja, etwa für die Guerillakämpfer im Gefolge von Fūma Kotarō oder im Dienst der Familie Takeda. Auch rappa.
T
- tabi足袋
„Fußbeutel“
- Japanische Zehensocken, bei denen der große Zeh von den übrigen getrennt ist.
- tachi太刀
„Langschwert“
- Schwert ähnlich der katana, meist stärker gebogen und auf dem Schlachtfeld getragen. Zeremoniell geschmückt und sehr kunstvoll gearbeitet.
- tachi nagare立ち流れ
„Fließen aus dem Stand“
- Form des nagare: aus dem Stand nach hinten fallen.
- tai体
„Körper, Gesundheit“
- tai ken体拳
„Körperfaust“
- tai sabaki体捌き
„Körperführung“
- Rumpfbewegung.
- taihen jutsu体変術
„Die Kunst der Körperveränderung“
- Teil des taijutsu: Stellungen, Haltungen, Bewegungen und Falltechniken.
- taijutsu体術
„Körperkunst“
- Der waffenlose Kampf.
- taikai大会
„Großes Treffen“
- Treffen von Kämpfern bei Veranstaltungen.
- Taira平
- Berühmte Familie, auch Heike genannt, die mit den Minamoto im Krieg lag.
- taizōkai mandara胎蔵界曼荼羅
„Mandala der Mutterschoßwelt“
- Steht im sanmitsu für die stoffliche Welt, die
„Welt des Nährbodens“
. - taka bashigo高梯子
„Hohe Leiter“
- Leiter, mit der die Ninja über Abgründe kamen. Ein zusätzliches Seil verstärkte ihre Mitte.
- Takagi-Yōshin-Ryū高木楊心流
„Die Schule von hohem Baum und Weidengeist“
- Einer der neun Ryū des Bujinkan.
- Takamatsu Toshitsugu高松寿嗣
- Lehrer verschiedener Ninjutsu-Stile und Meister von Hatsumi Masaaki. Ihm zu Ehren heißt die Sammlung der neun Ryū
„Bujinkan“
. - Takeda Shingen武田信玄
- Berühmter Feldherr (Daimyō), der in der Sengoku-Zeit eine Reihe von Kriegen führte.
- tanagokoro掌
„Handfläche“
- Handflächenfackel, die besonders beim Aufbrechen von Türschlössern gute Dienste leistete.
- tanegashima種子島
„Luntenschloss, Arkebuse, Hakenbüchse“
- Arkebuse, die die Portugiesen nach Japan brachten. Auch teppō.
- tantō短刀
„Kleines Schwert“
- Dolch.
- tantōjutsu短刀術
„Kunst des Dolchs“
- Techniken des Messerkampfs.
- tantraतन्त्र
„Gewebe, Kontinuum, Zusammenhang“
- Sanskrit. Strömung der indischen Philosophie und Religion, ursprünglich eine esoterische Form des Hinduismus, später in den tibetischen Buddhismus übernommen.
- tanuki gakure no jutsu狸隠
„Die Kunst, sich wie ein Marderhund zu verstecken“
- Klettertechnik der Ninja: Bäume und Masten erklettern und sich in der Höhe verstecken.
- taru ikada樽筏
„Fassfloß“
- Wasserwerkzeug der Ninja aus zwei Fässern: In jedem steckte ein Fuß, und mit einem Paddel bewegte sich der Ninja über das Wasser. Auch uki daru.
- tatami畳
„Reisstrohmatten“
- Bodenbelag in japanischen Häusern und im Dōjō.
- tatami bune
„Faltboot“
- Anderer Name für das hasami bune.
- tatami gama
„Klappsichel“
- Sichel (kama) mit Holzgriff, deren gebogene Klinge sich aufklappen lässt. Der Name ist eine moderne Beschreibung und in den Ninja-Handbüchern nicht belegt.
- tebukuro手袋
„Handschutz“
- Kleidungsstück, das die Außenseiten der Hände und die Unterarme des Ninja bedeckte.
- tekagi手鉤
„Handkralle“
- Auch shukō.
- tekken鉄拳
- Schlagring. Auch tekkō.
- tekkō鉄甲
- Schlagring. Auch tekken.
- ten天
„Himmel“
- Ten ryaku no maki天略の巻
„Schriftrolle der himmlischen Strategien“
- Tendai天台
„Himmelssockel“
- Esoterische buddhistische Sekte des mikkyō, in Japan von Dengyō Daishi begründet. Ihr Zentrum war das Kloster Enryakuji auf dem Berg Hiei.
- tengu天狗
„Himmelshund“
- Fabelwesen der japanischen Überlieferung, die in den Bergen lebten: mit Rabenschnäbeln und Flügeln (karasu tengu oder ko tengu) oder als menschengestaltige Wesen mit langen roten Nasen (dai tengu). Sie galten teils als Beschützer, teils als Störenfriede und gefährlich. Der Legende nach waren sie Meister der Kampfkünste und gelten oft als Lehrmeister eines Stils.
- tenmon天文
„Astronomie und Wetterkunde“
- tennō天皇
„Himmlischer Herrscher“
- Der japanische Kaiser.
- tenugui手拭
„Handtuch“
- Baumwolltuch, aus dem die Ninja ihre Maske banden.
- teppō鉄砲
„Feuerwaffe“
- Anderer Name für die tanegashima.
- tessen鉄扇
„Eiserner Fächer“
- tetsu mari
„Eisenball“
- Hohle Eisenkugel mit langen Dornen nach allen Seiten, ähnlich der iga dama. Der Name ist eine moderne Beschreibung und in den Ninja-Handbüchern nicht belegt.
- tetsubishi鉄菱
„Eiserne Wasserkastanie“
- Wegdisteln aus Eisen, die der Ninja in großer Zahl auf den Boden streute, um Verfolger aufzuhalten.
- tetsubō鉄棒
„Eiserner Stab“
- tō刀
„Schwert, Messer“
- tōami投網
„Wurfnetz“
- Netz, mit dem der Ninja Gegner einfangen konnte.
- tobi ashi跳び足
„Sprungschritt“
- Gehtechnik der Ninja.
- tobi bashigo跳び梯子
„Springende Leiter“
- Leiter mit Haken an den Enden, die sich werfen ließ.
- tobi geri飛び蹴り
„Sprungtritt“
- Tritt aus dem Sprung, etwa kata ashi tobi geri oder ryō ashi tobi geri.
- tobi ori飛び降り
„Herabspringen“
- Übung des ukemi: von oben herabspringen.
- tobikunai飛苦無
- Werkzeug zum Öffnen verriegelter Tore.
- Toda Shinryūken Masamitsu戸田真竜軒正光
- Ninja-Meister und Lehrer von Takamatsu Toshitsugu.
- Togakure Daisuke戸隠大助
- Gründer des Togakure-Ryū. Er floh nach einer verlorenen Schlacht in die Region Iga.
- Togakure-Ryū戸隠流
„Die Schule der verborgenen Tür“
- Einer der neun Ryū des Bujinkan.
- tōiri遠入
„Fernes Eindringen“
- Strategie, die die Ninja in Friedenszeiten vorbeugend anwandten, vor allem Spionage.
- toki登器
„Kletterzubehör“
- Tokugawa Ieyasu徳川家康
- Berühmter Daimyō und Verbündeter von Oda Nobunaga. Nach dem Ende der Sengoku-Zeit wurde er 1603 zum Shōgun ernannt. Seine Familie herrschte bis 1868.
- Tōkyō東京
„Östliche Hauptstadt“
- Hauptstadt Japans, früher Edo. In der Präfektur Tōkyō leben rund 14 Millionen Menschen.
- tomoe nagare巴流れ
„Wirbelndes Fließen“
- Form des nagare: als kōhō tomoe nagare wirbelnd nach hinten.
- tonki
- Wurfgeschosse. Anderer Name für shuriken.
- tori no ko鳥の子
- Feuerwerkskörper.
- torinawa捕り縄
„Fangseil“
- Waffe der Ninja aus einem Seil mit Gewicht und Spitze, zum Einfangen und Fesseln.
- torite kihon gata go hō捕手基本型五法
„Die fünf Handhebeltechniken“
- tōtoku hyōshi no kamae刀匿礮姿
- Kniende Stellung (kamae) des Togakure-Ryū nach der Überlieferung des Bujinkan: das hintere Knie am Boden, das vordere aufgestellt, Schwert oder Fäuste schützend vor der Brust.
- Toyotomi Hideyoshi豊臣秀吉
- Daimyō nichtadliger Herkunft und General im Dienst Oda Nobunagas. Nach Odas Tod einigte er Japan. Nach Hideyoshis Tod wandte sich Tokugawa Ieyasu gegen seine Erben, und seine ganze Familie wurde ausgelöscht.
- tsuba鍔
„Stichblatt“
- Teil des Schwerts, der die Hand vor gegnerischen Schwerthieben schützte.
- tsubo giri壺錐
- Bohrer für größere Löcher in Holzwänden und Holztüren.
- tsugi bune
„Aneinandergereihtes Boot“
- Boot aus Einzelteilen: Der Überlieferung nach trug jedes Mitglied eines Ninja-Teams einen Teil, am Wasser setzten sie es schnell zusammen.
- tsuki突き
„Schlag, Stoß, Hieb, Stich“
- tsune ashi常足
„Normaler Schritt“
- tsuri bashigo吊梯子
„Hängende Leiter“
- Leiter, die sich zur Sicherheit an weiteren Haken an einer Mauer befestigen ließ.
U
- uchi打ち
- Schlagtechnik.
- uchi dake内竹
„Im Inneren des Bambus“
- Bambusbehälter, in dem der Ninja Glut bei sich trug. Damit entfachte er schnell ein Feuer.
- Uesugi Kenshin上杉謙信
- Daimyō, der in der Sengoku-Zeit versuchte, die Macht in Japan an sich zu reißen. Der Überlieferung nach ereilte ihn der Tod auf dem Abort: Ein Ninja soll im Schacht gewartet und ihn getötet haben.
- uke受
„Abwehren, verteidigen, fangen, empfangen“
- ukemi受身
„Fallen, Fallschule, Fallübung“
- ukemi gata taihen jutsu受身型体変術
„Die Kunst des Rollens und Fallens“
- uki daru浮き樽
„Schwimmendes Fass“
- Wasserwerkzeug aus zwei Fässern, wie es Ninja-Bücher beschreiben: In jedem steckte ein Fuß, mit einer Stange oder einem Paddel bewegte sich der Ninja über das Wasser. Auch taru ikada.
- uma馬
„Pferd“
- undō運動
„Bewegung“
- ushiro gaeshi後返
„Rückwärts ausgerichtete Techniken“
- Ushiwakamaru牛若丸
- Kindername von Minamoto no Yoshitsune.
- uwagi上着
„Jacke“
- Jacke der Ninja, die in die Hose gesteckt wurde, mit versteckten Innentaschen.
- uzume bi埋め火
„Vergrabenes Feuer“
- Landmine. Auch jirai.
- uzura gakure no jutsu鶉隠れの術
„Die Kunst, sich wie eine Wachtel zu verstecken“
- Technik des onshin jutsu: Verstecken in Erdlöchern, Mulden und Felsspalten oder hinter Steinen.
W
- wakizashi脇差
„Kurzschwert“
- Kurzschwert der Samurai. Zusammen mit der katana bildete es das daishō.
- wakizashi teppō脇差鉄砲
- Traditionelles Kurzschwert mit einer verborgenen Pistole, die einen Schuss abfeuern konnte.
- wakō倭寇
- Japanische Piraten, die die Küsten Koreas und Chinas plünderten. Kaum ein Shōgun war ihrer Übermacht gewachsen. Viele einfallsreiche Waffen der Ninja sollen auf die wakō zurückgehen.
- wari ashi割り足
„Sich anpassender Schritt“
- Gehtechnik der Ninja.
- watari渡り
„Wandernd“
- Ninja, die ihre Dienste an den Meistbietenden verkauften.
- wu wei無為
„Nicht-Handeln“
- Chinesisch. Prinzip des Daoismus: nicht gegen den natürlichen Lauf des Dao handeln.
Y
- ya矢
„Pfeil“
- yaiba刃
„Klinge“
- Oberer Teil des Zeichens nin (忍).
- yajiri
- Säge mit kräftiger Klinge für dickere Holzteile oder Äste.
- yamabiko jutsu山彦術
„Das Echo auf den Ruf“
- Taktik des tōiri: Ein Ninja wechselte die Seiten und diente seinem neuen Herrn jahrelang ohne Zweifel an seiner Treue. Auf ein vereinbartes Zeichen wechselte er zurück, nachdem er großen Schaden angerichtet hatte.
- yamabiko shichō no jutsu山彦伺聴の術
„Die Kunst, auf das Echo zu lauschen“
- Technik des chōhō: Man spielte einer verdächtigen Person wichtige Dokumente zu und beobachtete, wie sie reagierte.
- yamabushi山伏
„Bergasket, Wanderpriester“
- Eremiten, die zurückgezogen in den Bergen lebten und dem shugendō folgten.
- yamidoko
- Fluggerät der Ninja. Auch hito washi.
- yang陽
„Licht, positiv, offen“
- Chinesisch. Das positive Prinzip der Dualität von Yin und Yang aus dem Daoismus. Japanisch yō.
- yari槍
„Speer“
- yarijutsu槍術
„Speerkunst“
- Speertechniken.
- yawara柔
- Faustwaffe. Auch kubotan.
- yin陰
„Schatten, negativ, verborgen“
- Chinesisch. Das negative Prinzip der Dualität von Yin und Yang aus dem Daoismus. Japanisch in.
- yinyang陰陽
- Chinesisch. Die Dualität von Licht und Schatten, gut und böse, klein und groß, ein wichtiges Prinzip des Daoismus. Japanisch in’yō.
- yō陽
„Licht, positiv, offen“
- yogaयोग
„Joch, anjochen, zusammenbinden, anschirren“
- Sanskrit. Indische Lehre von Körper und Geist mit vielen Unterarten. In Indien ist jeder
„Weg zur Erleuchtung“
ein„Yoga-Pfad“
. Das Hatha-Yoga macht den Körper so beweglich, dass er sich in extreme Positionen biegen kann. Andere Formen umfassen auch Ernährung, Meditation und Atmung. - yōji gakure no jutsu
- Technik des heihō: Der Ninja warf immer wieder einen Gegenstand über den Kopf einer Wache, bis sie nicht mehr jedem Geräusch nachging.
- yoko aruki横歩き
„Seitliches Gehen“
- yoko gaeshi横返
„Seitwärts ausgerichtete Techniken“
- yoko nagare横流れ
„Seitliches Fließen“
- Form des nagare: aus dem Stand zur Seite fallen, nach rechts (migi yoko nagare) oder nach links (hidari yoko nagare).
- yomogami no jutsu
„Eine Frisur muss von allen vier Seiten betrachtet gleich aussehen“
- Prinzip des chōhō: Ein Ninja legte sich stets mehrere Namen und Identitäten zurecht.
- yon shaku bō四尺棒
„Vier <em>shaku</em> langer Stab“
- Stab von vier shaku, etwa 121 Zentimeter. Auch jō.
- yuki waraki雪藁き
„Schnee-Stroh“
- Auch geta.
- yumi弓
„Bogen“
- Auch kyū.
- yumi ya弓矢
„Bogen und Pfeile“
Z
- zagarashijaku
- Schnell und tödlich wirkendes Gift aus grünen Pflaumen oder Pfirsichen.
- zazen座禅
„Sitzende Meditation“
- Verweilen in gedankenfreier, hellwacher Aufmerksamkeit, in der die Gedanken auf nichts gerichtet sind. Diese Praxis geht auf die Meditation Buddhas vor seinem Erwachen zurück.
- zen禅
„Versenkung“
- zenpō geri前方蹴り
„Vorwärtstritt“
- zenpō kaiten前方回転
„Vorwärtsrolle“
- zenpō ukemi前方受身
„Vorwärtsfall“
- ziran自然
„Natürlichkeit, Von-selbst-so-sein“
- Chinesisch. Im Daoismus das, was von selbst geschieht: spontan, aus sich heraus, ohne Zwang.