Ein Mischwald im Spätsommer mit dichtem Ahorn- und Eichenlaub; tief zwischen den Zweigen steht ein Mann reglos an einem Stamm, so verborgen, dass man ihn erst auf den zweiten Blick sieht.
Hinter Blättern und Bäumen verborgen

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3 Min.
Ein Mischwald im Spätsommer mit dichtem Ahorn- und Eichenlaub; tief zwischen den Zweigen steht ein Mann reglos an einem Stamm, so verborgen, dass man ihn erst auf den zweiten Blick sieht.
Hinter Blättern und Bäumen verborgen

Dies ist kogakure (木隠). Seit 1999 stehen hier Artikel, Textsammlungen und Übersetzungen über die Ninja, Japans Spione, und ihre Kampfkunst, das Ninjutsu.

Die Idee dazu hatte ich, Stefan Imhoff, Designer, Entwickler und Kampfkünstler, damals aus Wolfsburg, heute aus Hamburg. Umgesetzt habe ich sie auch selbst.

Was bedeutet 木隠?

Kogakure ist Japanisch und bedeutet wörtlich etwa „verborgen hinter Blättern und Bäumen“.

Der Name lehnt sich an zwei Vorbilder an: das Buch Hagakure (葉隠, „verborgen unter Laub“) des Samurai Yamamoto Tsunetomo und eine der ältesten Schulen im Bujinkan, die Togakure-Ryū (戸隠流, „verborgen hinter einer Tür“).

Warum gibt es dieses Buch?

Seit Anfang der 90er interessieren mich die Ninja und ihre Gedankenwelt.

Das Bujinkan war damals in Deutschland kaum vertreten, eine Trainingsmöglichkeit fast unmöglich zu finden. Die Fachliteratur, die es zu kaufen gab, war mehr als dürftig.

Auf der Suche nach Wissen und Hintergründen wuchs mit der Zeit eine Sammlung von Notizen. Aus ihr ist dieses Buch entstanden.

Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und liefert keine absoluten, belegbaren historischen Beweise. Es soll allen bugeisha 武芸者 „Kriegern“ helfen, mehr über die Weisheit dieser über tausend Jahre alten Kunst zu erfahren.

Inspiration

Mein Bild der Ninja haben die Bücher und Texte vieler Menschen geprägt. Am stärksten beeinflusst haben mich Hatsumi Masaaki, Stephen K. Hayes und Andrew Adams. Mein Dank gilt allen, deren Werke dieses Buch inspiriert haben: Andrew Adams, Sleiman Azizi, Peter Carlsson, Quintin Chambers, Benjamin Cole, Antony Cummins, Wolfgang Ettig, Daniel Fletcher, Steffen Fröhlich, Hatsumi Masaaki, Stephen K. Hayes, Hino Akira, Kostas Kanakis, Minami Yoshie, Stephen Turnbull und Herbert Velte.

Wie dieses Buch entstanden ist

2026 habe ich alle Texte grundlegend überarbeitet. Neu geschrieben habe ich sie zusammen mit Claude Code (Opus 5.5), danach in zehn weitere Sprachen übersetzt. Namen, Daten, Schriftzeichen und Begriffe habe ich so gründlich geprüft, wie es mir möglich war, mit Opus 5.5 und Grok 4.6 als Rechercheuren und mit Quellen in mehreren Sprachen.

Fehler kann ich trotzdem nicht ausschließen. Viele Quellen zu den Ninja sind spät entstanden, widersprechen sich oder lassen sich nicht belegen. Ein Teil ihrer Geschichte ist Legende: Erzählungen, die über Jahrhunderte gewachsen sind und sich von Tatsachen oft kaum trennen lassen. Wo das so ist, sagen es die Texte. Wenn dir ein Fehler auffällt, freue ich mich über einen Hinweis.

Die Bilder sind ebenfalls neu. Rund 360 Bilder habe ich mit GPT Image 2 erstellt und mit Topaz Labs vergrößert: etwa 140 neue Gemälde zu den Artikeln und rund 220 Zeichnungen, die alte Fotos und 3D-Bilder ersetzen. Das Glossar ist von knapp 570 auf etwa 760 Begriffe gewachsen.

Auch das Design ist neu: Gekiga 劇画 „dramatische Bilder“. Es erinnert an den Tuschprolog eines Films. Jeder Teil des Buches öffnet mit einem getönten Gemälde, das eine nasse Tuschekante anschneidet, darauf ein senkrechtes Namensschild in Pinselschrift. Danach wird die Seite ruhig wie ein gedrucktes Buch. Ausgewählt habe ich das Design aus mehr als 50 Prototypen in 24 Richtungen.

Spenden

Dieses Buch ist kostenlos und werbefrei. Im Laufe der Zeit hat es mich viele hundert Stunden Arbeit gekostet.

Wenn es dir gefallen hat, freue ich mich über Lob und Anerkennung. Unterstützen kannst du mich auch mit einer kleinen Spende.

Technische Informationen

Wer bis hierher gelesen hat, interessiert sich wahrscheinlich auch für die Technik hinter dieser Seite.

Für die neue Version habe ich weder ein Grafikprogramm noch einen Code-Editor geöffnet. Texte, Code, Design und Recherche sind im Gespräch mit Claude Code entstanden, die Bilder mit GPT Image 2 über Replicate. Astro generiert die Seiten, Tailwind CSS gestaltet sie. Die Schriften sind Source Serif 4, Shippori Mincho, Yuji Syuku und IBM Plex Mono. Versioniert ist alles mit Git. Die Website läuft auf einem VPS bei Hetzner, verwaltet mit Coolify.

Die Website gibt es in zwei Darstellungen: bei Tag Tusche auf Washi-Papier, bei Nacht helle Farbe auf Indigostoff.

Der Quellcode dieser Website ist für alle zugänglich auf GitHub. Fehler, Verbesserungen oder Ergänzungen kannst du dort gern als Issue oder per E-Mail melden.