
Jūnantaisō
Im Ninjutsu entsteht Stärke durch Flexibilität. Jūnantaisō, das Konditionstraining der Ninja, macht Muskeln und Sehnen wieder elastisch und hält den Körper bis ins Alter gesund.
- Kapitel
- 3, Körperliches Training
- Abschnitte
- 2
- Lesezeit
- 1 Min.
Kondition und Beweglichkeit
Im Ninjutsu entsteht Stärke durch Flexibilität. Diesem Gedanken folgt jūnantaisō (柔軟体操), das Konditionstraining der Ninja. Es verbessert Geschmeidigkeit, Geschwindigkeit und Reaktion, damit der Kämpfer die Techniken des taijutsu 体術 wirksam einsetzen kann. Muskeln und Sehnen gewinnen ihre natürliche Elastizität zurück. Zusammen mit der richtigen Ernährung hält jūnantaisō den Körper bis ins hohe Alter gesund.
Das Training der Muskeln lässt sich in zwei Bereiche teilen. Schwache Muskeln werden durch schnelle Wiederholungen gestärkt. Kennzeichen dieses Trainings ist der rasche Wechsel von Anspannung und Entspannung, und es kann zu einem Gefühl körperlicher Erschöpfung führen.
Der zweite Bereich lockert steife, unbewegliche Muskeln durch Dehnung. Diese Art des Trainings kennt man auch aus dem indischen Yoga. Die Positionen werden einige Sekunden lang gehalten, die Muskeln bleiben dabei entspannt.
Jūnantaisō ist kein bloßes Aufwärmen vor den Kampfübungen. Es schafft eine lebenswichtige, gesunde Grundlage, auf der der Körper wieder lernt, mit all seinen Teilen in Harmonie zu arbeiten.
Die folgenden Abbildungen zeigen einige Beispiele. Daneben gibt es unzählige weitere Übungen für Gelenkigkeit, Kraft und Ausdauer: Klimmzüge, Sit-ups, verschiedene Liegestütze und Dehnübungen für alle Teile des Körpers.
Beispielübungen