Vor einem Tor in einer Burgmauer üben drei vermummte Ninja: Einer facht am Boden ein Feuer aus Stroh an, einer stößt mit einem Speer, einer wirft Klingen auf einen Holzpfahl.
Die acht Tore des Trainings

Ninja no Hachimon

Acht Tore entscheiden, ob ein Ryū eine Ninja-Kunst ist. Was das Ninja no hachimon verlangt und warum sechs der neun Bujinkan-Schulen Krieger-Ryū sind.

Kapitel
8, Regeln & Philosophie
Abschnitte
1
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Die acht Tore der Ninja

Acht Gebiete muss ein Ninja-Ryū lehren, um tatsächlich eine Ninja-Kunst zu sein. Diese Definition heißt ninja no hachimon, die acht Tore der Ninja.

Vor einem Tor in einer Burgmauer üben drei vermummte Ninja: Einer facht am Boden ein Feuer aus Stroh an, einer stößt mit einem Speer, einer wirft Klingen auf einen Holzpfahl.
Die acht Tore des Trainings
  1. Ninja no kiai jutsu: Energieentladung
  2. Ninja no taijutsu: Körperkunst
  3. Ninja no ken: Schwertkampf
  4. Ninja no yari: Speerkampf
  5. Shurikenjutsu: Klingenwerfen
  6. Ka jutsu 火術: Feuer, Rauch und Sprengstoff
  7. Kyomon: Beobachten, gesunder Menschenverstand
  8. Yūgei: gesellschaftliche Künste wie Teezeremonie oder Ikebana
In einem schlichten Tatamiraum bereitet ein Mann im blauen Kimono kniend Tee zu; ein Gast sitzt ihm gegenüber, in der Nische steht ein Blumengesteck in einer Vase.
Yūgei, die gesellschaftlichen Künste

Ninja-Ryū und Krieger-Ryū

Daraus folgt, dass viele Künste, die sich als Ninja-Künste ausgeben, in Wirklichkeit Krieger-Ryū sind. Im Bujinkan (武神館) sind drei ryūha 流派 reine Ninja-Ryū: das Togakure-Ryū (戸隠流) Ninpō, das Gyokushin-Ryū (玉心流) Ninpō und das Kumogakure-Ryū (雲隠流) Ninpō.

Die anderen sechs ryūha sind Krieger-Ryū. Wirksam sind sie trotzdem. Schon früher lernten Ninja andere ryūha, um ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Viele berühmte Ninja, etwa Hattori Hanzō, waren in ihrer Region angesehene Krieger. Nur wenige wussten, dass sie auch Ninja waren.