
Sonstige Ausrüstung
Fernrohr, Kompass, Reiseapotheke, Dämonenmaske und sogar ein Fluggerät: Was die Ninja außer Waffen noch auf ihre Einsätze mitnahmen.
- Kapitel
- 4, Waffen & Werkzeuge
- Abschnitte
- 8
- Lesezeit
- 1 Min.
Bōenkyō
Mit einer Art Fernrohr, dem bōenkyō 望遠鏡, beobachteten die Ninja das feindliche Heer aus sicherer Entfernung. Manchmal war es als Dolch, als tantō 短刀, getarnt.
Hito washi
Die Ninja sollen auch ein Fluggerät gekannt haben, das hito washi oder yamidoko, mit dem sie durch die Luft gleiten konnten. War ein Auftrag erledigt, sollen sie damit von einer Festungsmauer gesprungen und davongeflogen sein.
Inrō
In der Reiseapotheke inrō 印籠 trug der Ninja alle Arzneien bei sich, die er auf einer Mission brauchte: Mittel gegen Schmerzen, Schnittwunden, Vergiftungen und andere Leiden. Auch seine Gifte bewahrte er darin auf.
Kagami
Mit dem Bronzespiegel kagami 鏡 schickte der Ninja Lichtsignale an Kameraden oder Verbündete. Er konnte damit auch den Feind blenden.
Kishaku
Der schwimmende Kompass kishaku 耆著 geht auf ein chinesisches Vorbild zurück, den „nach Süden zeigenden Fisch“
. In einer Schale mit Wasser schwamm ein magnetisiertes Eisenstück, oft in Form eines Fischs oder Boots. Das Bansenshūkai beschreibt, wie man es herstellt: Ein Stück dünnes Eisen wird glühend erhitzt und in Wasser abgeschreckt. So konnte sich der Ninja auch ohne fertigen Kompass orientieren.
Onibi
Mit grausigen Holzmasken, den onibi, jagte der Ninja seinen Verfolgern Schrecken ein. Das hielt sie von der Verfolgung ab oder brach zumindest ihren Kampfgeist.
Suikatsugan
Gegen den Durst trugen die Ninja das suikatsugan 水渇丸 bei sich, eine Pille aus dem Fruchtfleisch eingelegter Pflaumen, Zucker und Schlangenbartwurzel. Das Bansenshūkai überliefert das Rezept. Die Pille hielt Mund und Kehle feucht, so dass der Ninja auf langen Strecken länger ohne Wasser auskam.
Yamidoko
Das yamidoko ist ein anderer Name für das hito washi.